Sexuelle und körperliche Gewalt an Kindern

In unserem heutigem Blogeintrag widmet sich Udo Girg, Dipl.-Psychologie, Psychol. Psychotherapeut und Leitender Psychologe in der Heiligenfeld Familienklinik Waldmünchen einem sehr ernsten und schmerzhaften Thema: Sexuelle Gewalt an Kindern. In der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen werden immer wieder Kinder, Jugendliche und deren Eltern behandelt, die Opfer von sexuellen Übergriffen geworden sind. Udo Girg erklärt, wie sich Betroffene fühlen und was in einer Therapie geschehen kann. Wir sind uns bewusst, dass wir hiermit ein Thema anschneiden, dass in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert ist. Gerade deshalb finden wir es umso wichtiger, dass wir darüber sprechen.

Den Gewaltkreislauf unterbrechen durch stationäre Familientherapie

ein Text von Udo Girg.

Im Jahr 2011 erfasste die Kriminalstatistik 12.444 Taten von sexuellen Übergriffen an Kindern. Damit stiegt die Zahl zum Vorjahr um 4,9 Prozent. Erschreckend! Und die Dunkelziffer ist noch viel höher. Die Auswirkungen von sexueller Gewalt an Kindern dauern meist ein Leben lang. Neben körperlichen Folgen, leiden Betroffene unter großen psychischen Belastungen.

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Internetsucht – Gefangen im Netz

Internetsucht„Internetsucht“ – internet addiction disorder, IAD – wurde als Begriff erstmalig von Ivan Goldberg, New Yorker Psychiater und Pharmakologe und selbst begeisterter „net user“, verwendet. 1995 veröffentlichte er in der New York Times einen ersten, eher scherzhaft gemeinten, Artikel zur Aufklärung über die Gefahren der Internetnutzung. Aus dieser zunächst nicht ganz ernstgemeinten Überlegung erwuchs schnell ein Bewusstsein über das Abhängigkeits-Potenzial der Internetnutzung.

Die einschlägige Daten- und Studienlage hat allerdings auch bis heute noch nicht zu einer Einigung in wissenschaftlichen Fachkreisen geführt. Die „Internet-Abhängigkeit“ oder der „Pathologische Internet-Gebrauch“ sind noch nicht in der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) aufgenommen und damit auch nicht als eigenständige Erkrankung anerkannt. Zurzeit behilft man sich mit der Diagnose „Störung der Impulskontrolle“.

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Wenn Kinder Eltern sind

KinderUnser Wissen um Ursachen und Schutzfaktoren von psychosomatischen Erkrankungen wie Burnout, Depression und Angststörungen ist mittlerweile sehr ausgereift. Wir verfügen über gute Möglichkeiten der stationären Behandlung und Prävention. Wir wissen, dass diese psychischen Erkrankungen Symptome von erhöhter Stressbelastung im Alltag darstellen und dass immer mehr Menschen aller Bevölkerungsschichten davon betroffen sind.

Aber wie wirkt sich eine psychische Erkrankung auf die Familie der Betroffenen aus? Was bedeutet sie für den Ehepartner? Welche Auswirkungen hat sie auf die Kinder?

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Aus der Therapie: Initiatische Schwertarbeit

„So wie ich mein Schwert führe, so führe ich auch mein Leben.“

Initiatische SchwertarbeitDiese Erkenntnis spielt eine große Rolle, wenn in der Therapiegruppe mit dem Bokken, einem aus der fernöstlichen Kampfkunst entlehnten Holzschwert, gearbeitet wird. In Heiligenfeld nennen wir das “Initiatische Schwertarbeit”.

Das Schwert ist dabei Spiegel und Ausdruck, wie der Mensch zu sich und zur Welt steht. Es zeigt, wo durch alte Verhaltensmuster und Einstellungen noch Blockaden existieren. Bewusste Übung und eine immer wieder erneute Anbindung an die innere Quelle der Lebenskraft (Ki) – das untere Ende des Schwerts zeigt in der Ausgangshaltung in das körperliche Zentrum – führen zu Klarheit, Entschiedenheit, Bewusstheit und Präsenz. Geübt wird mit japanischen Holzschwertern in Einzel- und Partnerübungen. Ergänzend werden die Übungen durch reflektierende Gespräche, um das Erlebte auf die individuelle Lebenssituation zu beziehen.

Die Übungen mit japanischen Schwertern aus Holz dienen der Stärkung der eigenen Kraft, der Ich-Kraft, der vitalen Lebenskraft, der Standkraft sowie des Durchsetzungsvermögens und fördern Qualitäten der Klarheit wie Entschiedenheit, Konsequenz, Direktheit und die Fähigkeit, sich abzugrenzen und nein zu sagen. Sie helfen, zu mehr Selbstbewusstsein zu finden, mit Ängsten umzugehen und besser bei sich zu bleiben. Diese Übungen sind dadurch, dass sie unmittelbar erfahren werden können, sehr wirkungsvoll und auf die Herausforderungen des Alltags gut übertragbar.

Die Initiatische Therapie vereinigt den Ansatz der analytischen Komplexpsychologie von C. G. Jung und andere leib- und kreativtherapeutische Elemente mit östlichem Weisheits- und Erfahrungsgut unter Einbeziehung der Zen-Meditation und anderer Übungswege.

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Unterschied zwischen Burnout und Depression

Unterschied zwischen Burnout und DepressionBurnout und Depression – zwei Bezeichnungen für dieselbe Erkrankung? Fast scheint es so, wenn man sich Aufzählungen von Symptomen betrachtet. Schlafschwierigkeiten, Veränderungen im Appetitempfinden, steigendes Verlangen nach Alkohol und Nikotin, körperliche Symptome und Funktionsstörungen wie chronische Muskelverspannung, Magen- und Verdauungsprobleme, Herz- und Kreislaufprobleme, Müdigkeit und im seelischen Bereich anhaltende und sich wiederholende depressive Stimmungen, diffuse Ängste und Rückzug von Freunden und Familie – das alles können Indikatoren für eine Burnout-Entwicklung, aber auch für eine Depression sein.

Eine Depression ist die häufigste Folgeerkrankung einer Burnout-Entwicklung, weshalb es keinen direkten Unterschied zwischen Burnout und Depression gibt. Als Hauptsymptome einer Depression gelten nach dem internationalen Klassifikationssystem ICD-10: Depressive Stimmung, Antriebsmangel, Interessenverlust, Freudlosigkeit und erhöhte Ermüdbarkeit. Keine andere psychische Erkrankung kommt so oft in der Bevölkerung vor wie depressive Störungen: Depression ist zu einer Volkskrankheit geworden. Allein in Deutschland erkranken ca. zwanzig Prozent aller Menschen einmal in ihrem Leben an einer Depression. Weiterlesen

Gedanken zu Sucht und Suche

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Die Leiterin des Personalmanagements der Heiligenfeld Kliniken, Dorothea Galuska hat sich Gedanken zu Sucht und Suche gemacht.

Dorothea Galuska ist Physio-, Bewegungs- und Körperpsychotherapeutin mit Ausbildungen in integrativer Bewegungstherapie und Orgodynamik, besitzt das europäische  Zertifikat für Psychotherapie (ECP), Meditationslehrerin, seit vielen Jahren Schülerin der Ridhwan School (Almaas).

Was suchen wir wirklich?

Wir Menschen sind in unserem Leben oft auf der Suche, experimentieren, probieren uns aus. Nur wenigen ist die Erkenntnis Pablo Picassos gegönnt, der sagt: “Ich suche nicht – ich finde”.

Was sagt dieses Suchen aus?

Wonach suchen wir?

Welches Grundgefühl treibt diese Suche an? Weiterlesen

Tag der Rückengesundheit

Zum Tag der Rückengesundheit am 15.03.2013 möchten wir Ihnen drei Übungen mit dem Theraband zur Kräftigung und Stabilisation der Wirbelsäulenmuskulatur zeigen. Diese können Sie selbstständig jeden Tag durchführen.

Die Übungen sollten immer in drei Durchgängen mit jeweils 20 Wiederholungen stattfinden. Wichtig dabei ist, dass Sie leicht gebeugte Knie haben, den Oberkörper aufrecht und die Schultern locker hängen lassen. Außerdem muss der Kopf gerade gehalten werden.

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Spannen Sie das Theraband in eine Tür und ziehen Sie die Arme nach hinten.

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Halten Sie die Arme kurz neben den Beinen, und führen sie dann wieder zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schlingen Sie das Theraband um den Türknauf und halten Sie die Arme fast durchgestreckt.

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Ziehen Sie die Ellenbogen parallel zum Boden nach hinten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Stellen Sie sich auf das Theraband und halten Sie das Band fest. Auch hier wieder in leicht gebeugter Beinstellung.

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Ziehen Sie die Arme langsam nach oben zum Kopf.

 

Veranstaltungshinweis: Am 15.03.2013 von 16:00 bis 17:00 Uhr halte ich einen Vortrag zum Thema “Die neue Rückenschule” im Wintergarten der Luitpoldklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist öffentlich. Ich freue mich auf Sie!

Ihr Thorsten Stüwe (Leiter der Physikalischen Abteilung der Luitpoldklinik Heiligenfeld)

Malen, Tanzen, Musizieren – Ein Bericht aus der Organisationsentwicklung

Heute hatten wir wieder eine ganz besondere Organisationsentwicklung. In meinem letzten Bericht aus der OE – so heißt die Organisationsentwicklung bei uns intern -  ging es um den eigenen Rhythmus. Heute war das Thema “Wir in Heiligenfeld”. Die Kreativtherapeuten hatten sich wieder etwas Spannendes für uns Mitarbeiter ausgedacht. Heute sollten wir das Thema und die Unternehmenskultur von Heiligenfeld künstlerisch, musisch und tänzerisch umsetzen. In einer Gruppe ging es um den Körperausdruck, durch den eine Skulptur entstehen sollte. In anderen Gruppen erwarteten die Teilnehmer das Bauen einer Collage oder Rohlinge aus Ton, die verziert werden durften. In der musischen Gruppe machten alle miteinander Musik, beim Tanz ging es um verschiedene Themen wie “Individuum in Gemeinschaft” oder “Blitz und Lichter”. In einer Gruppe hinterließen die Teilnehmer mit ihren Füßen Spuren, so wie sie diese auch im Leben hinterlassen.

Da ich dieses Mal selbst fotografierte, hatte ich eher die Rolle eines Beobachters, als eines Teilnehmers. Trotzdem war es spannend zu sehen, wie langsam Bilder entstanden, die sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügten. Als die Musiker plötzlich in die anderen Räume gingen und diese mit einem rhythmischen Klang füllten, tanzte z. B. die Tanzgruppe nicht mehr zu Musik aus der Stereoanlage, sondern zur eigenen produzierten Musik der Kollegen.

Am Ende der Veranstaltung gab es eine Art “Gallery Walk”, in dem wir alle entstandenen Bilder wie in einer Galerie besichtigen konnten. Auch heute war das sicher für den einen oder anderen wieder eine ungewohnte Erfahrung. Wenn Sie den letzten Bericht aus der OE verpasst haben, dann finden Sie ihn weiter hinten im Blog oder unter http://blog.heiligenfeld.de/den-eigenen-rhythmus-spren-ein-bericht-aus-der-organisationsentwicklung/

 

Interview Joachim Galuska im Buch „Leistungsbalance für Leitende Ärzte“

Im Buch „Leistungsbalance für Leitende Ärzte: Selbstmanagement, Stress-Kontrolle, Resilienz im Krankenhaus (Erfolgskonzepte Praxis- & Krankenhaus-Management)” nimmt Dr. Joachim Galuska, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor der Heiligenfeld Kliniken in Bad Kissingen, Stellung zu dem Thema Ärztegesundheit. Der Heiligenfeldverbund ist auf Psychotherapeutische Medizin, Psychosomatik und psychiatrische Rehabilitation spezialisiert.

Auf die Frage, wie sich das Problem Burnout in der Medizin darstellt, antwortet er: „In der Gesellschaft werden psychische Störungen oft verleugnet. Nur etwa die Hälfte von diesen Störungen wird von den Ärzten auch als solche diagnostiziert. Vor allem wenn Ärzte selbst mit diesen Störungen zu kämpfen haben, wird schnell abgewehrt. Ärzte empfinden oft eine Scham, sich psychische Probleme einzugestehen. Stattdessen vernachlässigen sie sich selbst. Diese Faktoren können zum Burnout führen”, Galuska.

Weiter erklärt er im Buch, dass es sich bei Burnout nicht um eine Krankheit, sondern um einen Prozess handelt, der zu einer Erkrankung führt. Die Patienten haben keinen Kontakt mehr zu sich selbst und achten nicht mehr auf die Signale ihres Körpers. Spiritualität spielt im Behandlungskonzept der Heiligenfeld Kliniken eine wichtige Rolle. “Spirituelle Bestandteile, wie Andacht, Gebet und Meditation sind eine positive Komponente ohne dabei aufdringlich zu sein”, so Joachim Galuska. Diese Bestandteile sind im weitesten Sinne der individuelle Bezug zum “Ich”, also wer bin ich und was ist der Sinn meines Seins? Auf die Frage in wie fern die Probleme der Ärzte den schwierigen Bedingungen in Kliniken zuzuordnen sind, meint er, dass die Gesamtzahl der Belastungen sich im Laufe der Jahre nicht verändert haben. “Die Arbeitsmenge ist gleich geblieben, doch der Inhalt ist weniger patientenbezogen als früher. Die arztfremden Tätigkeiten haben zugenommen. Die Bürokratie nimmt zu, und die Identifikation mit der Arbeit nimmt ab.”

Durch eine gesunde “Work-Life-Balance”, aber auch durch gute soziale Bindungen lässt sich Burnout vermeiden. Ärzte erleben in ihrem Berufsalltag oft Situationen, die nicht spurlos an ihnen vorbeigehen. Dadurch besteht die Gefahr einer Traumatisierung. Burnout kann aber auch eine Chance sein, um wieder ins Leben zurückzufinden.

Das gesamte Interview finden Sie im Buch „Leistungsbalance für Leitende Ärzte: Selbstmanagement, Stress-Kontrolle, Resilienz im Krankenhaus (Erfolgskonzepte Praxis- & Krankenhaus-Management)” von Jens Hollmann und Angela Geissler u. a. im Heiligenfeld Buchshop unter www.buchshop-heiligenfeld.de.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Progressive_MuskelentspannungDie progressive Muskelentspannung nach Jacobson gehört zu den Entspannungstechniken. Neben Yoga und Autogenem Training gehört sie heute zu den am häufigsten angewendeten Verfahren. Bei der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson kann man durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung verschiedener Muskelgruppen einen Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreichen. Dabei werden nacheinander einzelne Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten und anschließend gelöst. Es ist wichtig, sich hier auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung zu konzentrieren sowie auf die Empfindungen, die damit verbunden sind. Durch diese Entspannungstechnik kann man nicht nur Stress abbauen, sondern das Gehirn sensibilisieren und so neu auftretenden Stress wesentlich schneller erkennen und vermeiden.

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Das Leben lieben lernen – Ein Patienteninterview

morning in the parkDer 61-jährige Michael Bader* macht einen freundlichen und bodenständigen Eindruck. So, als könnte ihn nichts aus der Ruhe bringen. Jahrelang war der gelernte Steuerberater in einer eigenen Kanzlei tätig, bevor er sich vor einiger Zeit aus dem aktiven Geschäftsleben zurückzog. Er wollte zur Ruhe kommen und den Stress der letzten Jahre hinter sich lassen.

Michael Bader mietete sich ein Atelier an und begann zu malen, zu musizieren und zu schreiben. Er tauchte in eine völlig gegensätzliche Welt zu seiner strukturierten und streng organisierten Steuerberater-Karriere ein. “Das war das, was mich erfüllte”, erzählt Bader. Doch so ganz konnte er den Stress und die Erschöpfung der vergangenen Jahre nicht abstreifen.
Zugespitzt hat sich seine psychische Situation, als er im Sommer 2012 einen Schlaganfall erlitten hat. Er saß mittags in einem Café und telefonierte mit seinem Sohn als er den Gedanken, den er mitteilen wollte, verlor. Er versprach seinem Sohn, sich wieder zu melden. Michael Bader fuhr nach Hause, legte sich in sein Bett und schlief drei Stunden, was für ihn und vor allem diese Uhrzeit völlig ungewöhnlich war. Noch am selben Tag ging er zu seinem Arzt, der einen Schlaganfall feststellte. “Es war ein Schock für mich.­” sagt er. Körperlich hat er den Schlaganfall gut überstanden, allerdings geriet er psychisch wieder unter Druck. Er fühlte sich wieder wie in das Hamsterrädchen zurück versetzt, aus dem er sich vor einigen Jahren durch den Ausstieg aus dem Beruf befreit hatte. “Ich habe wieder Zeitdruck und Stress in mir gespürt, als ob ich wieder voll in diesem Terminstress wäre.” Erschwerend kam hinzu, das sich 2007 ein Kindheitstrauma öffnete, woraufhin sich Michael Bader in eine ambulante Psychotherapie begeben musste. “Das habe ich viele Jahre erfolgreich verdrängt und dachte ich hatte eine tolle Kindheit. Als mir bewusst wurde, das es doch ganz anders war, warf es mich komplett aus der Bahn.” so Michael Bader. Schließlich riet ihm seine Psychotherapeutin zu einem Aufenthalt in der Parkklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen. “Somit bin ich dem Schlaganfall eigentlich fast schon dankbar, dass er mich hierher geführt hat.”

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Beziehungskiller Job?

Inwieweit wirken sich berufliche Belastungen oder die ständige Erreichbarkeit von Arbeitnehmern negativ auf Partnerschaften aus?

Fotolia_32873807_XSUm diese Fragen zu klären, hat JACOBS Krönung das INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH mit einer bevölkerungsrepräsentativen Studie beauftragt. Das Ergebnis war eindeutig.

Beruflicher Stress wirkt sich in vielen Fällen negativ auf Partnerschaften aus. Rund jeder dritte Berufstätige, der in einer festen Beziehung ist, berichtete, dass in der Regel auch seine Partnerschaft leidet, wenn er Stress im Beruf hat. Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind dabei kaum festzustellen. Jedoch das Alter spielt eine Rolle: Ältere gehen mit dem beruflichen Stress ihres Partners/ihrer Partnerin gelassener um als Jüngere, oder lassen den beruflichen Stress weniger zu ihrem Partner durchdringen. Weiterlesen

Resilienz-Training für Führende – Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Fotolia_30568912_XS-150x150Heute klingt und schwingt noch eine besondere Weiterbildung in mir nach, die ich am Freitag und Samstag erleben durfte. „Resilienz-Training für Führende“ war die Überschrift im Seminarprogramm der Akademie Heiligenfeld.  Resilienz wurde dort beschrieben als Widerstandskraft, Belastungsfähigkeit und Flexibilität. Na, das sind wohl Eigenschaften, die jeder für sich selbst gebrauchen kann und die auch für eine Organisation als solches sehr wohltuend sind, dachte ich mir. Wer mich kennt, weiß aber, dass ich es bei einer Beschreibung eines Anderen nicht belasse, sondern wissen möchte, was dahinter steckt. Eine Recherche war angesagt. „Resilire“, ein latainisches Wort fand ich bei Wikipedia erklärt als „zurückspringen“, „abprallen“. Toleranz gegenüber Störungen stand da. Duldsamkeit, Gewährenlassen und Geltenlassen von fremden Einstellungen und Handlungen. Wie genial ist das denn, dachte ich. Nie mehr einen inneren Widerstand entwickeln gegen Menschen, die man nicht mag oder Dinge, die einem auferlegt werden. Wie leicht und lebendig würde da doch mein Leben! Wenn man es dann auch noch organisatorisch und nicht nur individuell sieht, wäre das doch dann ein System, zum Beispiel ein Unternehmen, das von innen und außen kommende Störungen bzw. Veränderungen ausgleichen kann. Mich erinnerte das gleich an ein Stehaufmännchen. Das habe ich schon immer gerne geschubst, bis es hektisch hin und her gewackelt hat und bewundert, dass es immer wieder seine Mitte gefunden hat. Liegen blieb es nie.

Foto4-e1361723236931Nun aber wieder zurück zu dem Training und genauer gesagt, zur Referentin Sylvia Keré Wellensiek. Ich lernte sie beim Kongress „Wirtschaft und Gesundheit“ kennen und war damals schon fasziniert von ihr als Person und ihrem Vortrag zum Thema Resilienz. Somit kannte ich nun das Thema und die Referentin, das trieb mich trotz meines vollen Terminkalenders zu der eineinhalbtägigen Auszeit, in dieses Seminar. Es war Freitagmittag und zusammen mit 19 anderen Personen nahm ich erwartungsvoll teil. Nach der Eingangsrunde stellte ich fest, das sind ja lauter interessante Menschen, aus ganz Deutschland, allen Branchen, unterschiedlichen Vorgeschichten und Führungspositionen. Die erste Frage nach dem „Warum sind Sie hier?“ war gar nicht so leicht. Da aber vor mir sieben andere Personen dran waren, hatte ich Zeit mir darüber klar zu werden. Ich wollte „lebendig bleiben in Stresssituationen“, und davon habe ich viele, ob im Umgang mit Kollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten, ob bei Großveranstaltungen mit plötzlichen Veränderungen wie Absagen oder Raumverlegungen oder individuellen Wünschen, oder mit meinem eigenen Anspruch in Reflexion zu den Zielvorgaben des Unternehmens. Wenn ich darüber nachdenke, gäbe es noch viele Beispiele, die ich in meinem verantwortungsvollen Job als Leiterin der Akademie in Kombination mit der Selbständigkeit als Dozentin, PR-Beraterin, Eventmanagerin und natürlich auch in der Beziehung zu meinem Mann, meinen Kindern und mit Freunden.

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Stabile Beziehung für ausgeglichene Arbeit

Family portrait on summer holidaysWie wichtig ist eine stabile Beziehung für die Bewältigung der Arbeitsanforderungen und wie wirken sich Arbeitsbelastungen auf die Partnerschaft aus?

Der aktuelle “Stressreport Deutschland 2012″ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist in aller Munde. Fragestellung dieser Untersuchung war, in welchem Umfang die Beschäftigten in Deutschland psychischen Anforderungen und Belastungen in der Arbeit  ausgesetzt sind. Die Zahlen sind alarmierend. Insgesamt 43 Prozent der 18.000 Befragten geben an, ihr Arbeitsstress habe in den letzen zwei Jahren zugenommen. Leistung- und Termin-druck sowie das Gefühl der Überforderung sind wichtige Indikatoren für die Zunahme von Stress. Auch bei der Frage nach den Arbeitszeiten zeigte sich ein negativer Effekt. Durch die Zunahme der Wochenarbeitsstunden und das Arbeiten an den Wochenenden kann nur selten oder nie Rücksicht auf die familiären oder privaten Interessen genommen werden.

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Den eigenen Rhythmus spüren – Ein Bericht aus der Organisationsentwicklung

OEHeute durfte ich etwas ganz Besonderes erleben. Normalerweise treffen wir Mitarbeiter uns wöchentlich mit der Geschäftsleitung zu einer Veranstaltung, die wir “Organisationsentwicklung” nennen. In der Zeit von 09:05 bis 10:20 Uhr wird immer ein bestimmtes Thema behandelt, z. B. gesunde Ernährung, Qualitätsmanagement, Unternehmenskultur. Das dient dazu, das Unternehmen weiter zu entwickeln. Heute allerdings war mal alles anders. Wir Mitarbeiter durften Elemente aus der Körper- und Rhythmustherapie kennenlernen. Für jemanden, der das noch nie gesehen hat, ist das sicher am Anfang etwas komisch. Ich habe schon einmal während eines Filmdrehs TaKeTiNa, also Rhythmustherapie, erlebt, weshalb es mir nicht ganz so fremd war. Trotzdem war es auch für mich neu und ungewohnt. Als Mitarbeiterin in der Verwaltung bin ich ja nicht direkt in den Therapien eingebunden und erlebe diese mehr aus Erzählungen unserer Patienten. Deshalb war es heute einfach mal eine interessante Erfahrung und ich weiß jetzt, wie neu und manchmal auch beängstigend es für unsere Patienten sein muss, wenn sie das erste Mal an so einer Therapiegruppe teilnehmen.

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