Aus der Therapie: Initiatische Schwertarbeit
„So wie ich mein Schwert führe, so führe ich auch mein Leben.“
Diese Erkenntnis spielt eine große Rolle, wenn in der Therapiegruppe mit dem Bokken, einem aus der fernöstlichen Kampfkunst entlehnten Holzschwert, gearbeitet wird. In Heiligenfeld nennen wir das “Initiatische Schwertarbeit”.
Das Schwert ist dabei Spiegel und Ausdruck, wie der Mensch zu sich und zur Welt steht. Es zeigt, wo durch alte Verhaltensmuster und Einstellungen noch Blockaden existieren. Bewusste Übung und eine immer wieder erneute Anbindung an die innere Quelle der Lebenskraft (Ki) – das untere Ende des Schwerts zeigt in der Ausgangshaltung in das körperliche Zentrum – führen zu Klarheit, Entschiedenheit, Bewusstheit und Präsenz. Geübt wird mit japanischen Holzschwertern in Einzel- und Partnerübungen. Ergänzend werden die Übungen durch reflektierende Gespräche, um das Erlebte auf die individuelle Lebenssituation zu beziehen.
Die Übungen mit japanischen Schwertern aus Holz dienen der Stärkung der eigenen Kraft, der Ich-Kraft, der vitalen Lebenskraft, der Standkraft sowie des Durchsetzungsvermögens und fördern Qualitäten der Klarheit wie Entschiedenheit, Konsequenz, Direktheit und die Fähigkeit, sich abzugrenzen und nein zu sagen. Sie helfen, zu mehr Selbstbewusstsein zu finden, mit Ängsten umzugehen und besser bei sich zu bleiben. Diese Übungen sind dadurch, dass sie unmittelbar erfahren werden können, sehr wirkungsvoll und auf die Herausforderungen des Alltags gut übertragbar.
Die Initiatische Therapie vereinigt den Ansatz der analytischen Komplexpsychologie von C. G. Jung und andere leib- und kreativtherapeutische Elemente mit östlichem Weisheits- und Erfahrungsgut unter Einbeziehung der Zen-Meditation und anderer Übungswege.
Rehabilitation nach Schulteroperationen
Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers, das gleichzeitig aber auch sehr anfällig für Verletzungen und Verschleiß ist.
In Deutschland werden jährlich über 100.000 Schulterarthroskopien durchgeführt (Quelle: www.operation.de) und etwa 15.000 künstliche Schultergelenke implantiert (Quelle: www.metropolnews.info/news/gesundheit-medi-zin-und-pflege/hd).
In der Luitpoldklinik Heiligenfeld führen wir bei schulteroperierten Patienten eine stadienadaptierte Rehabilitationsbehandlung durch, die sich in drei grundsätzliche Phasen unterteilen lässt.
Die Therapiephasen sind miteinander verzahnt bzw. gehen fließend ineinander über.
1. Phase – Entzündungsabbau und Schmerzlinderung:
Ziele sind die Minimierung von Schmerz und Entzündung, die Unterstützung des Heilungsprozesses und die Konditionierung der Weichteiltrophik.
2. Phase – Bewegungsausmaß:
Ziele sind die Verbesserung der Gelenkmobilität und die Vermeidung von Kontrakturen.
3. Phase – Kraftoptimierung:
Ziele sind die Kräftigung der gelenkumgreifenden Muskulatur und die Wiederherstellung der statischen und dynamischen Stabilität.
Die Rehabilitationsbehandlung nach Schulteroperationen ist komplex und fordert neben fundierten anatomischen und biomechanischen Kenntnissen auch eine gute interdisziplinäre Vernetzung zwischen Ärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Pflegekräften. Nur so können auch Abweichungen von einem regelhaften Rehabilitationsverlauf frühzeitig erkannt und ggf. mit dem Operateur weiterführende Maßnahmen abgestimmt werden.
Neues Therapiemodul Beziehung und Kommunikation
Im Jahr 2012 wurde in den Heiligenfeld Kliniken ein neues Gruppenangebot für alle Patienten eingeführt. Im Therapiemodul Beziehung und Kommunikation setzen sich die Beteiligten von Anfang bis Ende ihrer Therapiezeit mit den Grundlagen einer guten Dialogkultur und verschiedenen Ebenen der menschlichen Beziehungen auseinander.
Das tiefste Wesen unseres Menschseins ist Beziehung. Wir können gar nicht anders als uns aufeinander zu beziehen.
In dieser Gruppe werden wichtige Werkzeuge vermittelt, damit sich Beziehungen im Alltag konstruktiv, sinnhaft und positiv entwickeln können.
Zunächst geht es darum, Kommunikation (verbale, nonverbale) anhand von bestimmten Strukturen (Councelling, Dyade) einzuüben. Das Erlernen von einer Art des Zuhörens, die nicht wertend ist, sondern vom Platz des Herzens aus geschieht. Und eine Art des Sprechens zu lernen, die sich auf das Wesentliche fokussiert, klar, deutlich und respektvoll ist. Ein wesentlicher Aspekt liegt auf der inneren Haltung, wenn wir mit dem DU in Beziehung treten. Dabei ist es wichtig zu unterscheiden zwischen Bewertung und Beobachtung. In der Regel bewerten wir sofort, anstatt zunächst zu beobachten, was geschieht. Hierzu werden verschiedene Übungen gemacht. Dabei geht es auch darum, Bedürfnisse und Gefühle zu formulieren, Wünsche und Bitten zu äußern. Ein konstruktiver, “gewaltfreier” Umgang mit Konflikten gehört ebenso zum Lernfeld der gelingenden Kommunikation.
Es geht darum, neue Kommunikationsmuster kennenzulernen, einzuüben und heilsame Erfahrungen in der Begegnung mit anderen zu machen. Bisher wird diese Therapiegruppe von den Patienten sehr gut angenommen, worüber wir uns sehr freuen.
Plätzchen-Rezept zur Weihnachtszeit
Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit!
Ganz Deutschland liegt unter einer dicken Schneedecke, die Städte und Dörfer sind mit Lichtern geschmückt und der Geruch von Glühwein und Lebkuchen liegt in der Luft. Draußen wird es immer kälter und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Das Weihnachtsfest rückt immer näher.
Was darf da nicht fehlen? Die Plätzchen natürlich. Während es draußen stürmt und schneit, verwandeln sich viele Küchen in Weihnachtsbäckereien. Es wird gebacken, verziert und vor allem genascht. Melanie Gerstner, Diätassistentin in der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen, hat uns ein besonders leckeres Rezept für Schokotatzen verraten, welches wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen.
Zutaten:
200g Butter, 100 g brauner Zucker, 1 Bio-Ei,
225g Weizenvollkornmehl, 1 TL Backpulver, 75g Kokosraspel, 125 g Vollmilchschokolade.
Zubereitung:
Butter und Zucker schaumig rühren, dann das Ei unterrühren. Anschließend das Mehl, Backpulver und Kokosflocken mit einem Löffel unterrühren. Alles verkneten, ca. 50 Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mit einer leicht in Mehl getauchten Gabel die Kugeln bis zur Hälfte eindrücken. Im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad ca. 15-18 Minuten backen. Wenn die Kekse ausgekühlt sind, die nicht eingedrückte Seite der Kekse mit geschmolzener Schokolade bestreichen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Backen, und vor allem beim Naschen, sowie eine fröhliche und geruhsame Adventszeit im Kreis Ihrer Lieben.
Gefühle zum Ausdruck bringen
Die Bedeutung von Gefühlen in der stationären Behandlung psychosomatischer Erkrankungen
Wieso ist es eigentlich wichtig, Gefühle zum Ausdruck zu bringen? Jeder von uns hat sicherlich schon einmal erlebt nichts zu fühlen, in Phasen der Überlastung oder nach Schicksalsschlägen…vor allem Menschen, die unter Depressionen leiden, benennen häufig das Symptom der Gefühllosigkeit. Solange dieser Zustand nicht dauerhaft anhält, ist er einfach eine normale Reaktion auf „Stresssituationen“, die uns letztlich helfen soll, handlungs-und überlebensfähig zu bleiben. Nicht selten kommt es jedoch vor, dass solche Zustände sich chronifizieren und unsere Lebensqualität deutlich herabsetzen. Die Lebensfreude, die Kontaktfreudigkeit sowie die Motivation beginnen abzunehmen. Häufig verbunden mit Leistungsminderung in Beruf und Familie.
Menschen, die in solch eine gesundheitliche, psychische oder emotionale Lebenskrise gekommen sind, werden in den Heiligenfeld Kliniken im Rahmen eines integrativen Therapiekonzepts behandelt. Einfach ausgedrückt könnte man sagen, dass sich eine psychische, emotionale und psychosomatische Störung darin ausdrückt, dass das menschliche Individuum aus dem Gleichgewicht geraten ist (wie oben beschrieben).
Behandlungserfolg und Patientenzufriedenheit
In den USA wird zunehmend Druck auf Krankenhäuser ausgeübt, die Patientenzufriedenheit zu einem wichtigen Maßstab für das Niveau des Krankenhauses werden zu lassen: Wenn ein Patient ein Krankenhaus als “exzellent” einstuft, dann wird das in nationalen Studien aufgeführt. Dies soll langfristig nicht nur für Patienten als Messlatte dienen, sondern ab Oktober 2012 vom US-Staat festgelegte Grundlage sein, um die Höhe der Vergütung festzulegen; schlechter bewertete Krankenhäuser erhalten dann weniger Vergütung.
Was auf den ersten Blick vernünftig und patientenorientiert klingt, ist nicht unproblematisch. Schließlich hat ein Patient häufig eine im Verhältnis zum therapeutischen Team verzerrte Priorisierung: Während die Therapeutin durchaus bereit ist, es als unwichtiges Übel anzusehen, wenn die ausgewogene Ernährung und die Farbgebung der Teppiche nicht dem Geschmack des Patienten entsprechen, er dafür aber gesund wird, ist der Patient aber dennoch verstimmt.
Nicht jedes Feedback in einer Therapiesitzung wird – bei aller Achtsamkeit – uneingeschränkte Begeisterung beim Patient auslösen; möglicherweise gibt der Patient dem Arzt eine schlechte Bewertung, obwohl dieser sich aufgeopfert hat für das Wohl des Patienten. Wie wird die Beurteilung ausfallen, wenn das Zimmer nicht nach Südwesten ausgerichtet, die Mahlzeiten zu gesund waren? Das mag oft wichtiger für viele Patienten für ihre Evaluierung sein als der für einen Patienten schwieriger zu greifende Therapieerfolg oder -misserfolg.
Einladung zum Vortrag “Kultur der Genügsamkeit” mit Prof. Dr. Nico Paech
Wir laden Sie herzlich zum Vortrag „Kultur der Genügsamkeit” mit Prof. Dr. Nico Paech ein. Der Diplomvolkswirt und Universitätsprofessor referiert am Donnerstag, den 18. Oktober um 19:30 Uhr im Heiligenfeld Saal der Parkklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen über die Grundzüge und die Möglichkeiten zur Umsetzung einer Postwachstumsökonomie. Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Kooperationsveranstaltung des Bund Naturschutz Bad Kissingen und der Akademie Heiligenfeld GmbH.
Der Vortrag:
Die Postwachstumsökonomie resultiert aus dem prägnanten Rückbau arbeitsteiliger, geldbasierter und globalisierter Versorgungsmuster, denn das industrielle Wohlstandsmodell, was auf der unbegrenzten und kostengünstigen Verfügbarkeit von Ressourcen basiert, stößt an seine Grenzen. Darauf deuten die Eskalation auf den Finanzmärkten, die Schuldenkrise, der Klimawandel und die Verknappung der Ressourcen (“Peak Everything”) hin. Die Hoffnung wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig und klimafreundlich zu gestalten bröckelt. Daher gewinnen Suffizienz und urbane Subsistenz in einem umstrukturierten Industriesystems an Bedeutung. Herr Prof. Paech zeigt eine Wirtschaft auf, die nicht auf permantentes Wachstum aus ist und andere Zielsetzungen als stetige Steigerung des monetären Einkommens anstrebt.
Der Referent:
Prof. Dr. Nico Paech ist Diplomvolkswirt und Universitätsprofessor an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg. Ein Teil seines Forschungsgebietes umfasst Konsumforschung, Klimaschutz und Postwachstumsökonomik. Sein Diplom erlangte er 1987 an der Universität in Osnabrück. Er war als Unternehmensberater im Bereich Umweltmanagement und Marketing ökologischer Lebensmittel und als Agenda-21-Beauftragter der Stadt Oldenburg tätig. Im Jahr 2006 erhielt er den Knapp-Forschungspreis für seine Arbeit zum Thema „Nachhaltiges Wirtschaften jenseits von Innovationsorientierung und Wachstum – Eine unternehmensbezogene Transformationstheorie“. Prof. Dr. Paech ist Mitbegründer des wissenschaftlichen Zentrum CENTOS und Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie.
Im Anschluss an dem Vortrag besteht bei einem Imbiss die Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch.
Image-Film der Parkklinik Heiligenfeld
Der Image-Film über die Parkklinik Heiligenfeld ist fertig. Wir freuen uns, ihn heute das erste Mal zu zeigen.
Wer bin ich? – auf dem Weg zur eigenen Identität
Wer war ich, wer bin ich, wer will ich sein?
Diese Fragen begleiten uns Menschen durch unser gesamtes Leben. Die Einen können sie sofort beantworten, andere schwer, oder gar nicht. Wer mit der Beantwortung Probleme hat, könnte inmitten einer Identitätskrise stecken.
Entstehung der eigenen Identität
“Eine Identität hat man nicht von Geburt an, es ist vielmehr der Reichtum an Erfahrungen”, meint Erwin Schmitt, Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld. Erheblich beeinflusst wird sie vom Umfeld, in dem man sich in den ersten Jahrzehnten befindet. Die Familie, Freunde und die Umwelt haben einen entscheidenden Einfluss auf die eigene Identität. Weiterlesen
Chefarzt Dr. Joerg Ziegler zu Gast bei Radio Primaton
Heute morgen war unser Chefarzt der Luitpoldklinik Heiligenfeld Dr. med. Jörg Ziegler zu Gast bei Radio Primaton. Im Interview ging es um die Leistungen der Klinik für orthopädische, internistische und onkologische Rehabilitation und um den Tag der offenen Tür. Für alle, die das Interview verpasst haben und es noch mal nachhören möchten, haben wir uns den Mitschnitt besorgt.
Von Berufs wegen traumatisiert
Traumatische Erfahrungen und kritische Ereignisse in der persönlichen Lebensgeschichte bringen die Menschen oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Solche Traumen haben nachhaltige negative Auswirkungen auf die Gesundheit.
Menschen, die in ihrem Beruf bei traumatischen Ereignissen die Rolle des Helfers oder Berichterstatters einnehmen, erleben solche Situationen häufig. Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, aber auch Ärzte, Pflegepersonen oder Journalisten sind zwar einerseits durch ihre Ausbildung und Erfahrung geschult, mit extremen, nicht alltäglichen Situationen umzugehen, sind aber nicht dagegen gefeit, aus solchen Erlebnissen psychische Verletzungen davonzutragen. Kritische Ereignisse haben die Qualität eines starken Stressors und auch für überdurchschnittlich belastbare Menschen ist es normal, nach solchen nicht alltäglichen Ereignissen Belastungsreaktionen zu zeigen. Weiterlesen
Auch Helden brauchen Hilfe
Neuerdings wird in den Medien vermehrt darüber berichtet, dass Mitglieder der Polizei und anderer zum Schutz der Bürger eingesetzter Berufsgruppen selbst zu Opfern von Anfeindungen, Aggression und Gewalt werden. Ein nicht zu leugnender gesellschaftlicher Wertewandel in manchen Bereichen der Bevölkerung äußert sich hier in einer verstärkten Respektlosigkeit gegenüber bestimmten Berufsgruppen.
Gezielte gegen die Beamten gerichtete Angriffe körperlicher oder verbaler Natur stellen nur eine von vielen psychischen Belastungen dar, die ihr Berufsalltag unweigerlich enthält. Die Beamten werden täglich mit Geschehnissen konfrontiert, die für die meisten Menschen außergewöhnliche oder sogar extreme Situationen darstellen. Rasche Entscheidungen werden gefordert. Zu den zum Teil traumatischen Erlebnissen kommen die Belastungen durch Schichtdienst und Überstunden, durch administrative Zwänge und einen erheblichen bürokratischen Aufwand. Je länger ein Beamter im Dienst ist, desto höher steigt die Stressbelastung. Weiterlesen
Therapien in Heiligenfeld – Interview mit Lara Pietzko
Körpertherapie, Musiktherapie, Kreativtherapie, Tanztherapie, Psychotherapie … All diese Begriffe begegnen einem, wenn man sich mit der Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen auseinander setzt. Doch was versteht man eigentlich darunter? Um ein bisschen Licht ins Dunkel der verschiedenen Therapieansätze zu bekommen, habe ich mich einmal mit Lara Pietzko unterhalten, die mir die Therapien in Heiligenfeld erklärt hat. Sie ist die Leiterin der Kreativtherapie, die nicht nur den verschiedensten Therapeuten vorsteht, sondern auch selber noch Therapiegruppen begleitet.
Wie unterscheiden sich Kreativ- und Körpertherapie?
Die Heiligenfeld Kliniken benutzen den Begriff Kreativtherapie als Oberbegriff für die verschiedenen Therapieformen der Körpertherapie, der Musik- und der Kunsttherapie. Zur Körpertherapie gehören zum Beispiel in Heiligenfeld die Aggressionsgruppe, die Tanztherapie, die Atemgruppe und die Rhythmustherapie. Bei der Kunsttherapie arbeiten wir mit der Mal- und der Gestalttherapie.
Sinnige Geschichte zum Wochenende – Die Perle
Einst fragte ein Junge seinen Großvater, wie denn die Perlen entstehen, die so wunderschön in der Sonne glänzen.
Der Großvater antwortete, dass die Muscheln am Meeresboden liegen und sich ab und zu öffnen, um Nahrung aufzunehmen und die Schönheit des Lebens zu sehen. Wenn dabei ein kleines Sandkorn in das Muschelgehäuse gelangt, umhüllt die Muschel es Schicht für Schicht, da ihr Körper so weich und verletzlich ist, bis schließlich eine wunderschöne Perle entstanden ist.
So ergeht es auch uns Menschen, erzählt der Großvater weiter. Wenn wir uns aus Angst vor Schmerzen nicht für den Reichtum und die Schönheit des Lebens öffnen, bleibt unser Leben arm und leer. Doch jeder, der selbst Schmerzen erlitten hat, wird zu seinen Mitmenschen barmherziger und liebevoller sein. Darum, mein Junge, öffne dein Haus weit und vertraue dich dem Leben an, und wenn der Schmerz in dich dringt, nimm ihn an und verwandle ihn in eine Perle, die unvergänglich ist.
Es ist nicht wichtig, was dein Schicksal ist,
sondern wie du es meisterst.
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Diese Geschichte veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung von www.sinnige-geschichten.de veröffentlicht, die zum wiederholten Mal auch unser Kooperationspartner am Kongress “Wirtschaft und Gesundheit” sind, der nächste Woche stattfindet. Dort haben sie auch einen eigenen Ausstellungsstand. Vielen Dank für die Erlaubnis, die Geschichten zu verwenden!



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