Heiligenfeld

Schulangst: “Hilfe, mein Kind will nicht mehr in die Schule gehen!”

classroom-488375_1920

“Mama mir ist schlecht, ich kann heute nicht in die Schule gehen” solche oder ähnliche Sätze hat wohl jeder Elter schon einmal gehört. Meist frühmorgens, mit Leidensmiene und flehentlichem Blick vorgetragen, tun sich viele Eltern schwer nicht nachzugeben und “ausnahmsweise” das Kind von der Schule zu befreien, damit es sich erholen und auskurieren kann. Im Fall von Fieber, Infektionen und anderen ansteckenden Krankheiten ist es natürlich unbedingt angebracht, das Kind zu Hause zu lassen und den Hausarzt zu konsultieren, um geeignete Maßnahmen einleiten (Bettruhe, Medikamente) und Ansteckung in der Schulklasse vermeiden zu können. Generell sollte der Hausarzt bei allen Beschwerden, die nicht nach einem Tag von alleine verschwinden, hinzugezogen werden, um medizinische Komplikationen auszuschließen. Weiterlesen

Gruß aus der Heiligenfeld Küche

Heute möchten wir Sie in die Heiligenfeld Küche mitnehmen. Im Rahmen ihrer Ausbildung haben die beiden Kochlehrlinge Julia Reckenberger und Maurice Feldmann in ihrer praktischen Arbeitsübung einen festlichen Hauptgang vorbereitet. Das Rezept möchten wir gerne mit Ihnen teilen.

Auf dem Menüplan stand “Schweinefilet im Mangold-Blätterteigmantel an lauwarmem Schwarzwurzelsalat und Herzoginkartoffeln dazu Tymianjus”.
Hauptbild

 

 

 

 

 

 

 

Weiterlesen

Grippe: Impfen oder nicht?

Zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung stecken sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei der jährlichen Grippe-Welle an, die meist zwischen Dezember und April auftritt. Um dies zu verhindern, erhält man den sichersten Schutz vor der Grippe mit einer Impfung im frühen Herbst. Erstens dauert es nach einer Impfung zwei bis drei Wochen, bis sich der Impfschutz aufbaut. Zweitens kann es im Winter manchmal schon zu spät für eine Impfung sein, wenn man bereits mit einer Erkältung zum Arzt kommt.

Wie gefährlich ist die Grippe?Grippe
Jährlich sterben an der Grippe bundesweit etwa 8.000 bis 11.000 Menschen. Diese sind jedoch meistens ältere, körperlich geschwächte Personen oder Menschen, deren Immunsystem beeinträchtigt ist. Für den Großteil der Bevölkerung ist die Grippe nicht lebensgefährlich. Treten die ersten Symptome auf, ist eine Unterscheidung in Erkältung (grippaler Infekt) und Grippe (Influenza) wichtig. Beide Krankheiten werden zwar durch Viren verursacht, der Krankheitsverlauf bei der Grippe ist jedoch wesentlich schwerer. Treten Fieber, Kopfschmerzen und Schwäche sehr schnell und ungewöhnlich stark auf, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass einen die Grippe erwischt hat. Spätestens 24 Stunden nach Ausbrechen der Symptome sollte mit einer Behandlung begonnen werden, um den Verlauf abzuschwächen.

Wirkungsvolle Tipps gegen Grippeviren sind im täglichen Leben kaum realisierbar: Tragen von Mundschutz, nicht aus dem Haus gehen, Kuss- und Knuddelverbot. “Die Stärkung der Abwehrkräfte funktioniert zwar bei Erkältungen prima, bei der Grippe kann es die Symptome bestenfalls mindern. Die meisten Keime gelangen über unsere Hände, über die Schleimhäute und mit dem Essen in den Körper. Regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren ist daher empfehlenswert”, sagt Matthias Guth, Betriebarzt der Heiligenfeld Kliniken. Weiterlesen

Qigong-Übung: Die Harmonie der fünf Elemente

Auf unserer Facebook-Seite unter www.facebook.com/heiligenfeld haben wir vor kurzem gefragt, welche Inhalte unsere “Fans” auf der Seite haben möchten. Neben Rezepten und werteorientierten Geschichten, standen vor allem Übungen zur Entspannung und Meditation ganz oben auf der Liste. Deshalb haben wir heute eine Übung aus dem Qigong für Sie, die Sabine Artelt, Diplom-Sportlehrerin aus der Luitpoldklinik Heiligenfeld anleitet. Wir haben die Übung “Die Harmonie der fünf Elemente” gewählt, weil unsere Patienten der Kliniken diese auch oft innerhalb der Körper-und Bewegungstherapie lernen und immer wieder als sehr bereichernd beschreiben. Außerdem wird Sabine Artelt oft nach einem Video dazu gefragt. Und endlich kann sie etwas zeigen :-).

Wir laden Sie dazu ein, zusammen mit Sabine Artelt kurz zu entspannen und sich auf die fünf Elemente zu konzentrieren.

Die Harmonie der Fünf Elemente

Im Qigong geht es um mehr als simpel aufeinander folgende Übungen. In diesem Bewegungstraining geht es um ein ganzheitliches Konzept. Derjenige, der Qigong übt, pflegt nicht nur seinen Körper, Geist und seine Seele. Qigong wirkt ebenso harmonisierend auf das Qi, die fünf Elemente in uns.

In “Die Harmonie der fünf Elemente” werden eben diese Elemente in uns miteinander verbunden:

Zunächst widmet sich die Übung dem Element Wasser, aus dessen Tiefen sich ein Keim entwickelt. Dieser Keim treibt zu einer Pflanze, welche zu einem Baum wächst und das Element Holz widerspiegelt. Mit dem Holz kann das Element Feuer entfacht werden. Durch Feuer verbranntes Holz wird zur Erde. Und aus den Tiefen der Erde wird Metall gefördert. So nährt ein Element das andere.

Neben den fünf Elementen werden in dieser sanfter Übungsform auch die Grundhaltung, der Bewegungsfluss und der Atemrhythmus miteinander verbunden.

 Literaturtipp:

Im Buchshop Heiligenfeld finden Sie eine große Auswahl an Büchern und CDs zu Qigong.

Neue Studie zu Internet und Computer an der Schule

InternetsuchtJahrzehnte nach Erfindung des ersten PC`s und der Einführung von Informatikunterricht an Schulen liegt nun eine umfassende Studie des Allensbach-Instituts zur Mediennutzung im Unterricht vor.

An weiterführenden Schulen sind Internet und Computer inzwischen Alltag. Auch jede zweite Grundschullehrkraft gab an, gelegentlich im Unterricht darauf zuzugreifen. Da nur 10 Prozent der Lehrer eher Nachteile in der Nutzung von Computern an der Schule sehen, bleibt zu hoffen, dass die gesellschaftliche Realität auch in allen Klassenzimmern ankommt.

Mediale Ausstattung an Schulen

82 Prozent der Schulen besitzen spezielle Computerräume, 69 Prozent bieten den Schülern Computer-Kurse oder AGs an. Ein Drittel der Schulen verfügt über PC-Arbeitsplätze in den Klassenzimmern bzw. ein schuleigenes Netzwerk. Die Ausstattung hängt offenbar stark von der Schulart ab: die Grundschulen sind bei der Ausstattung weit abgeschlagen. Auch bei den weiterführenden Schulen bestehen erhebliche Unterschiede. So ist die Ausstattung der Gymnasien deutlich besser als die der Haupt- und Realschulen. Nur 29 Prozent der Haupt- und Realschulen verfügen z.B. über frei zugängliche PC-Arbeitsplätze für die Schüler, dagegen 65 Prozent der Gymnasien. Lediglich ein Drittel der Lehrkräfte an Haupt- und Realschulen, aber fast die Hälfte der Gymnasiallehrer können an ihrer Schule auf interaktive Whiteboards zurückgreifen. Weiterlesen

Eine Krise mitten im Leben?! – Midlife Crisis

Man on topEr grübelt schon seit Wochen – ob alles einen Sinn macht. Eigentlich möchte er sich eine Harley Davidson kaufen und los fahren, irgendwohin, Richtung „Freiheit“. Aber hier ist sein geregeltes Leben und die Pflichten, die täglich erfüllt werden müssen. Die Gefühle fahren Achterbahn und er stellt sich immer wieder die gleiche Frage: „Vielleicht sollte ich mich scheiden lassen und irgendwo ganz neu anfangen.“

Fast alle Menschen um die 40 ziehen Bilanz und hinterfragen ganz kritisch ihr bisheriges Leben. Wo stehe ich? Habe ich alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe? Dieses Phänomen nennt man kurz und knapp „Midlife Crisis“ – eine Krise mitten im Leben. Weiterlesen

Aus der Therapie: Initiatische Schwertarbeit

„So wie ich mein Schwert führe, so führe ich auch mein Leben.“

Initiatische SchwertarbeitDiese Erkenntnis spielt eine große Rolle, wenn in der Therapiegruppe mit dem Bokken, einem aus der fernöstlichen Kampfkunst entlehnten Holzschwert, gearbeitet wird. In Heiligenfeld nennen wir das “Initiatische Schwertarbeit”.

Das Schwert ist dabei Spiegel und Ausdruck, wie der Mensch zu sich und zur Welt steht. Es zeigt, wo durch alte Verhaltensmuster und Einstellungen noch Blockaden existieren. Bewusste Übung und eine immer wieder erneute Anbindung an die innere Quelle der Lebenskraft (Ki) – das untere Ende des Schwerts zeigt in der Ausgangshaltung in das körperliche Zentrum – führen zu Klarheit, Entschiedenheit, Bewusstheit und Präsenz. Geübt wird mit japanischen Holzschwertern in Einzel- und Partnerübungen. Ergänzend werden die Übungen durch reflektierende Gespräche, um das Erlebte auf die individuelle Lebenssituation zu beziehen.

Die Übungen mit japanischen Schwertern aus Holz dienen der Stärkung der eigenen Kraft, der Ich-Kraft, der vitalen Lebenskraft, der Standkraft sowie des Durchsetzungsvermögens und fördern Qualitäten der Klarheit wie Entschiedenheit, Konsequenz, Direktheit und die Fähigkeit, sich abzugrenzen und nein zu sagen. Sie helfen, zu mehr Selbstbewusstsein zu finden, mit Ängsten umzugehen und besser bei sich zu bleiben. Diese Übungen sind dadurch, dass sie unmittelbar erfahren werden können, sehr wirkungsvoll und auf die Herausforderungen des Alltags gut übertragbar.

Die Initiatische Therapie vereinigt den Ansatz der analytischen Komplexpsychologie von C. G. Jung und andere leib- und kreativtherapeutische Elemente mit östlichem Weisheits- und Erfahrungsgut unter Einbeziehung der Zen-Meditation und anderer Übungswege.

Weiterlesen

Rehabilitation nach Schulteroperationen

Schultergelenk

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers, das gleichzeitig aber auch sehr anfällig für Verletzungen und Verschleiß ist.

In Deutschland werden jährlich über 100.000 Schulterarthroskopien durchgeführt (Quelle: www.operation.de) und etwa 15.000 künstliche Schultergelenke implantiert (Quelle: www.metropolnews.info/news/gesundheit-medi-zin-und-pflege/hd).

In der Luitpoldklinik Heiligenfeld führen wir bei schulteroperierten Patienten eine stadienadaptierte Rehabilitationsbehandlung durch, die sich in drei grundsätzliche Phasen unterteilen lässt.

Die Therapiephasen sind miteinander verzahnt bzw. gehen fließend ineinander über.

1. Phase – Entzündungsabbau und Schmerzlinderung:

Ziele sind die Minimierung von Schmerz und Entzündung, die Unterstützung des Heilungsprozesses und die Konditionierung der Weichteiltrophik.

2. Phase – Bewegungsausmaß:

Ziele sind die Verbesserung der Gelenkmobilität und die Vermeidung von Kontrakturen.

3. Phase – Kraftoptimierung:

Ziele sind die Kräftigung der gelenkumgreifenden Muskulatur und die Wiederherstellung der statischen und dynamischen Stabilität.

Die Rehabilitationsbehandlung nach Schulteroperationen ist komplex und fordert neben fundierten anatomischen und biomechanischen Kenntnissen auch eine gute interdisziplinäre Vernetzung zwischen Ärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Pflegekräften. Nur so können auch Abweichungen von einem regelhaften Rehabilitationsverlauf frühzeitig erkannt und ggf. mit dem Operateur weiterführende Maßnahmen abgestimmt werden.

Neues Therapiemodul Beziehung und Kommunikation

Therapiesitzung Beziehung und KommunikationIm Jahr 2012 wurde in den Heiligenfeld Kliniken ein neues Gruppenangebot  für alle Patienten eingeführt. Im Therapiemodul Beziehung und Kommunikation  setzen sich die Beteiligten von Anfang bis Ende ihrer Therapiezeit mit den Grundlagen einer guten Dialogkultur und verschiedenen Ebenen der menschlichen Beziehungen auseinander.

Das tiefste Wesen unseres Menschseins ist Beziehung. Wir können gar nicht anders als uns aufeinander zu beziehen.

In dieser Gruppe werden wichtige Werkzeuge vermittelt, damit sich Beziehungen im Alltag konstruktiv, sinnhaft und positiv entwickeln können.

Zunächst geht es darum, Kommunikation (verbale, nonverbale) anhand von bestimmten Strukturen (Councelling, Dyade) einzuüben. Das Erlernen von einer Art des Zuhörens, die nicht wertend ist, sondern vom Platz des Herzens aus geschieht. Und eine Art des Sprechens zu lernen, die sich auf das Wesentliche fokussiert, klar, deutlich und respektvoll ist. Ein wesentlicher Aspekt liegt auf der inneren Haltung, wenn wir mit dem DU in Beziehung treten. Dabei ist es wichtig zu unterscheiden zwischen Bewertung und Beobachtung. In der Regel bewerten wir sofort, anstatt zunächst zu beobachten, was geschieht. Hierzu werden verschiedene Übungen gemacht. Dabei geht es auch darum, Bedürfnisse und Gefühle zu formulieren, Wünsche und Bitten zu äußern. Ein konstruktiver, “gewaltfreier”  Umgang mit Konflikten gehört ebenso zum Lernfeld der gelingenden Kommunikation.

Es geht darum, neue Kommunikationsmuster kennenzulernen, einzuüben und heilsame Erfahrungen in der Begegnung mit anderen zu machen. Bisher wird diese Therapiegruppe von den Patienten sehr gut angenommen, worüber wir uns sehr freuen.

Plätzchen-Rezept zur Weihnachtszeit

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit!Weihnachtsplätzchen

Ganz Deutschland liegt unter einer dicken Schneedecke, die Städte und Dörfer sind mit Lichtern geschmückt und der Geruch von Glühwein und Lebkuchen liegt in der Luft. Draußen wird es immer kälter und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Das Weihnachtsfest rückt immer näher.

Was darf da nicht fehlen? Die Plätzchen natürlich. Während es draußen stürmt und schneit, verwandeln sich viele Küchen in Weihnachtsbäckereien. Es wird gebacken, verziert und vor allem genascht. Melanie Gerstner, Diätassistentin in der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen, hat uns ein besonders leckeres Rezept für Schokotatzen verraten, welches wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen.

Zutaten:

200g Butter, 100 g brauner Zucker, 1 Bio-Ei,

225g Weizenvollkornmehl, 1 TL Backpulver, 75g Kokosraspel, 125 g Vollmilchschokolade.

Zubereitung:

Butter und Zucker schaumig rühren, dann das Ei unterrühren. Anschließend das Mehl, Backpulver und Kokosflocken mit einem Löffel unterrühren. Alles verkneten, ca. 50 Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mit einer leicht in Mehl getauchten Gabel die Kugeln bis zur Hälfte eindrücken. Im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad ca. 15-18 Minuten backen. Wenn die Kekse ausgekühlt sind, die nicht eingedrückte Seite der Kekse mit geschmolzener Schokolade bestreichen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Backen, und vor allem beim Naschen, sowie eine fröhliche und geruhsame Adventszeit im Kreis Ihrer Lieben.

Gefühle zum Ausdruck bringen

Die Bedeutung von Gefühlen in der stationären Behandlung psychosomatischer Erkrankungen

KörpertherapieWieso ist es eigentlich wichtig, Gefühle zum Ausdruck zu bringen? Jeder von uns hat sicherlich schon einmal erlebt nichts zu fühlen, in Phasen der Überlastung oder nach Schicksalsschlägen…vor allem Menschen, die unter Depressionen leiden, benennen häufig das Symptom der Gefühllosigkeit. Solange dieser Zustand nicht dauerhaft anhält, ist er einfach eine normale Reaktion auf „Stresssituationen“, die uns letztlich helfen soll, handlungs-und überlebensfähig zu bleiben. Nicht selten kommt es jedoch vor, dass solche Zustände sich chronifizieren und unsere Lebensqualität deutlich herabsetzen. Die Lebensfreude, die Kontaktfreudigkeit sowie die Motivation beginnen abzunehmen. Häufig verbunden mit Leistungsminderung in Beruf und Familie.

Menschen, die in solch eine gesundheitliche, psychische oder emotionale Lebenskrise gekommen sind, werden in den Heiligenfeld Kliniken im Rahmen eines integrativen Therapiekonzepts behandelt. Einfach ausgedrückt könnte man sagen, dass sich eine psychische, emotionale und psychosomatische Störung darin ausdrückt, dass das menschliche Individuum aus dem Gleichgewicht geraten ist (wie oben beschrieben).

Weiterlesen

Behandlungserfolg und Patientenzufriedenheit

In den USA wird zunehmend Druck auf Krankenhäuser ausgeübt, die Patientenzufriedenheit zu einem wichtigen Maßstab für das Niveau des Krankenhauses werden zu lassen: Wenn ein Patient ein Krankenhaus als “exzellent” einstuft, dann wird das in nationalen Studien aufgeführt. Dies soll langfristig nicht nur für Patienten als Messlatte dienen, sondern ab Oktober 2012 vom US-Staat festgelegte Grundlage sein, um die Höhe der Vergütung festzulegen; schlechter bewertete Krankenhäuser erhalten dann weniger Vergütung.

Was auf den ersten Blick vernünftig und patientenorientiert klingt, ist nicht unproblematisch. Schließlich hat ein Patient häufig eine im Verhältnis zum therapeutischen Team verzerrte Priorisierung: Während die Therapeutin durchaus bereit ist, es als unwichtiges Übel anzusehen, wenn die ausgewogene Ernährung und die Farbgebung der Teppiche nicht dem Geschmack des Patienten entsprechen, er dafür aber gesund wird, ist der Patient aber dennoch verstimmt.

Nicht jedes Feedback in einer Therapiesitzung wird – bei aller Achtsamkeit – uneingeschränkte Begeisterung beim Patient auslösen; möglicherweise gibt der Patient dem Arzt eine schlechte Bewertung, obwohl dieser sich aufgeopfert hat für das Wohl des Patienten. Wie wird die Beurteilung ausfallen, wenn das Zimmer nicht nach Südwesten ausgerichtet, die Mahlzeiten zu gesund waren? Das mag oft wichtiger für viele Patienten für ihre Evaluierung sein als der für einen Patienten schwieriger zu greifende Therapieerfolg oder -misserfolg.

Weiterlesen

Einladung zum Vortrag “Kultur der Genügsamkeit” mit Prof. Dr. Nico Paech

Wir laden Sie herzlich zum Vortrag „Kultur der Genügsamkeit”  mit Prof.  Dr. Nico Paech ein. Der Diplomvolkswirt und Universitätsprofessor referiert am Donnerstag, den 18. Oktober um 19:30 Uhr im Heiligenfeld Saal der Parkklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen über die Grundzüge und die Möglichkeiten zur Umsetzung einer Postwachstumsökonomie. Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Kooperationsveranstaltung des Bund Naturschutz Bad Kissingen und der Akademie Heiligenfeld GmbH.

Der Vortrag:

Die Postwachstumsökonomie resultiert aus dem prägnanten Rückbau arbeitsteiliger, geldbasierter und globalisierter Versorgungsmuster, denn das industrielle Wohlstandsmodell, was auf der unbegrenzten und kostengünstigen Verfügbarkeit von Ressourcen basiert, stößt an seine Grenzen. Darauf deuten die Eskalation auf den Finanzmärkten, die Schuldenkrise, der Klimawandel und die Verknappung der Ressourcen (“Peak Everything”) hin. Die Hoffnung wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig und klimafreundlich zu gestalten bröckelt. Daher gewinnen Suffizienz und urbane Subsistenz in einem umstrukturierten Industriesystems an Bedeutung. Herr Prof. Paech zeigt eine Wirtschaft auf, die nicht auf permantentes Wachstum aus ist und andere Zielsetzungen als stetige Steigerung des monetären Einkommens anstrebt.

Der Referent:

Prof. Dr. Nico Paech ist Diplomvolkswirt und Universitätsprofessor an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg. Ein Teil seines Forschungsgebietes umfasst Konsumforschung, Klimaschutz und Postwachstumsökonomik. Sein Diplom erlangte er 1987 an der Universität in Osnabrück. Er war als Unternehmensberater im Bereich Umweltmanagement und Marketing ökologischer Lebensmittel und als Agenda-21-Beauftragter der Stadt Oldenburg tätig.  Im Jahr 2006 erhielt er den Knapp-Forschungspreis für seine Arbeit zum Thema „Nachhaltiges Wirtschaften jenseits von Innovationsorientierung und Wachstum – Eine unternehmensbezogene Transformationstheorie“. Prof. Dr. Paech ist  Mitbegründer des wissenschaftlichen Zentrum CENTOS und Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie.

Im Anschluss an dem Vortrag besteht bei einem Imbiss die Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch.

 

Image-Film der Parkklinik Heiligenfeld

Der Image-Film über die Parkklinik Heiligenfeld ist fertig. Wir freuen uns, ihn heute das erste Mal zu zeigen.

Wer bin ich? – auf dem Weg zur eigenen Identität

Wer war ich, wer bin ich, wer will ich sein?

Diese Fragen begleiten uns Menschen durch unser gesamtes Leben. Die Einen können sie sofort beantworten, andere schwer, oder gar nicht. Wer mit der Beantwortung Probleme hat, könnte inmitten einer Identitätskrise stecken.

Entstehung der eigenen Identität

“Eine Identität hat man nicht von Geburt an, es ist vielmehr der Reichtum an Erfahrungen”, meint Erwin Schmitt, Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld. Erheblich beeinflusst wird sie vom Umfeld, in dem man sich in den ersten Jahrzehnten befindet. Die Familie, Freunde und die Umwelt haben einen entscheidenden Einfluss auf die eigene Identität. Weiterlesen