Schmitt Parkklinik

Einfach mal tief durchatmen! Eine kleine Übung…

Die Atmung als effektives Mittel des Stress- und Selbstmanagements

 

von Erwin Schmitt,
Chefarzt Parkklinik Heiligenfeld

 
Erwin-SchmittDie Atmung wird von den meisten Menschen sehr wenig beachtet, läuft sie doch automatisch und daher weitestgehend unbewusst. Die Atmung beschleunigt sich bei Gefahr automatisch, der Körper schaltet bei Bedrohung von Bauch- auf Brustatmung um, da hiermit schneller geatmet werden kann und so genügend Sauerstoff für die Kampf-/Fluchtreaktion bereitsteht. Umgekehrt können bestimmte Atemtechniken dazu dienen, Beruhigung und Entspannung herbeizuführen.
Auf die Frage, wie sollte man seinen Atem verändern, wenn man im Stress ist, ist oft zu hören: „Erst mal tief durchatmen“. Wird darunter „erst mal tief einatmen“ verstanden, erhöht dies jedoch nur die Anspannung, anstatt zur Entspannung zu führen!

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Depression im Herbst

Nebel, Nieselregen, Dunkelheit: Der Herbst zeigt sich oft von seiner ungemütlichen Seite. Immer mehr Menschen schlägt dieses Wetter aufs Gemüt und sie leiden darunter.
Viele fühlen sich mit Beginn des Herbstes schlapper und lustloser, das fehlende Sonnenlicht und die oft dunklen und trüben Monate beeinflussen unsere Stimmung und unseren Gefühlszustand.
Jeder dritte Deutsche fällt während der dunklen Jahreszeit in ein Stimmungstief, Frauen sind mit 36 Prozent deutlich mehr betroffen als Männer (24 Prozent). Das ergab jetzt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker-Krankenkasse (TK) unter 1026 Deutschen. Was allgemein als Herbst- oder Winterblues bekannt ist, bezeichnen Experten als saisonal abhängige Depression, kurz SAD.
Was es genau mit dieser saisonal abhängigen Depression auf sich hat und was jeder einzelne wirksam dagegen machen kann, erklärt Erwin Schmitt, Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld.
Erwin-SchmittSind Stimmungsschwankungen im Herbst normal? Ab wann spricht man von einer Herbst-Winter-Depression?
Viele Menschen spüren eine vorübergehende melancholische Stimmung, wenn es vom Sommer in den Herbst übergeht. Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge und hat nichts mit einer Depression im medizinischen Sinne zu tun. Von einer Depression spricht man, wenn die traurige düstere Stimmung den eigenen Alltag so weit beeinträchtigt, dass eine Alltagsbewältigung nicht mehr gegeben ist. Eine saisonal abhängige Depression liegt vor, wenn die Depression mindestens zwei Jahre hintereinander und ausschließlich in der entsprechenden Jahreszeit aufgetreten ist.
Stimmt es, dass mehr Menschen in den Herbst- / Wintermonaten an einer Depression erkranken?
Wenn man die Erkrankungen an SAD, also der saisonal abhängigen Depression in den Herbst-, Wintermonaten, zu den normalen Depressionserkrankungen hinzurechnet, kommt in der Summe gesehen eine höhere Anzahl an Erkrankungen zustande. Es sollte jedoch beachtet werden, dass die saisonal abhängige Depression im Normalfall als zeitlich begrenzte Erkrankung gesehen werden kann und somit über das Jahr gesehen nur geringfügige Schwankungen bezüglich des Auftretens von Depressionen entstehen.