Tierbegleitete Therapie: Familienaufstellung mit Hund

Tierbegleitete Therapie: Familienaufstellung mit Hund

Dass Hunde maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen haben, ist wissenschaftlich
belegt. Ein Grund mehr für die Parkklinik Heiligenfeld, den Hund gezielt in die Therapie zu integrieren.
Ein Modul der sogenannten tierbegleiteten Therapie ist die „Familienaufstellung mit
Hund“ – ein Verfahren, von dem alle gleichermaßen profitieren, Mensch und Hund.

Die Patienten der Parkklinik Heiligenfeld haben die Möglichkeit, sich während ihrer stationären Therapie von ihrem eigenen Tier – in der Regel handelt es sich dabei um einen Hund – begleiten zu lassen. Dies kann entweder in Form der ausschließlichen Anwesenheit erfolgen oder das Tier „übernimmt“ eine Aufgabe im Gesundungsprozess, indem es Teil der Therapie ist. So kann ein Hund beispielsweise an den Einzeltherapien seines Herrchens der Frauchens „teilnehmen“.
Die behandelnden Psychologen verfügen dabei über die Zusatzausbildung Tierkommunikation. Unsere Patienten können zudem die Indikationsgruppe „Kommunikation Mensch-Tier“ besuchen, die darauf abzielt, das Verständnis zwischen Mensch und Tier zu fördern und den Austausch zu verbessern.
Wer zusätzlich Bedarf an Unterstützung hat, kann auf externe Hunde- bzw. Tiertrainer zurückgreifen. Während des gesamten Aufenthalts in der Parkklinik Heiligenfeld steht neben dem therapeutischen Effekt für den Menschen auch das Verständnis für das Tier und dessen Wohl im Mittelpunkt.
Das Prinzip der Familienaufstellung ist nicht neu. Inzwischen hat es sich zu einem gängigen Verfahren in der Psychotherapie entwickelt. Weitestgehend neu hingegen ist, dass daran auch Hunde teilnehmen (können) – wie etwa in dem Modul „Familienaufstellung mit Hund“ in der Parkklinik Heiligenfeld.

Das Verfahren der systemischen Aufstellung mit Hund unterscheidet sich kaum von der herkömmlichen Familienaufstellung. Mit Hilfe von Stellvertretern, die in einer bestimmten räumlichen Zuordnung jeweils einen Part der Familie repräsentieren, versuchen Patient und Therapeut, Rückschlüsse auf mögliche Spannungen und Konflikte zu ziehen.
Ziel ist es, Verständnis zu entwickeln und Erkenntnisse zu gewinnen, die in den weiteren Therapieverlauf integriert werden können.
Zentrale Fragestellungen dieses Moduls sind dabei: Welche Rolle spielt der Hund in unserem Familiensystem? Wie fühlt er sich dabei? Was braucht er? Wie ist es um die Würde des Tieres bestellt? Auf diese Weise sollen mögliche Verstrickungen aufgedeckt werden,
in die der Hund involviert oder gar der Auslöser ist. Dabei geht es ausschließlich um die gegenwärtige familiäre Situation und nicht um die detaillierte Analyse der Familienhistorie.
Im weiteren Verlauf der systemischen Aufstellung werden Lösungsszenarien entwickelt und diskutiert, die eine angenehme Atmosphäre für alle Beteiligten – so auch für den Hund – schaffen können. Die Reaktion des Hundes wird dabei permanent im Auge behalten. In der Abschlussrunde reflektiert der Patient dann unter therapeutischer Anleitung die Erkenntnisse der Aufstellungsarbeit. Dass sich dabei auch Änderungen im Umgang mit den Hund ergeben, bleibt nicht selten aus. Von der Familienaufstellung mit Hund profitieren also alle Beteiligten gleichermaßen: Tierhalter und Hund.

Mit Hilfe der „Familienaufstellung mit Hund“ können diese „blinden Flecken“ erkannt und im weiteren Therapieverlauf gelöst werden, so dass Mensch und Tier wieder gesunden. Der Hund darf „endlich“ wieder Hund sein.

 

Ihnen gefällt dieser Beitrag? Dann freuen wir uns über eine Empfehlung in Ihr soziales Netzwerk!

The following two tabs change content below.
Tanja Dihn

Tanja Dihn

Tanja Dihn ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und schreibt als Autorin unter anderem für den HeiligenfeldBLOG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.