Die neue Verbundenheit unter Männern

neueverbundenheituntermaennernNachdem wir uns kürzlich in einem Beitrag den Frauen gewidmet haben, hat sich mein Kollege John Nölte-Sayed nun Gedanken über die Männer gemacht. 

Keine Frage – Männer können Großes leisten. Es ist wahrscheinlich auch den Männern zuzuschreiben, dass unser Zeitgeist sich mit „höher – schneller – weiter“ beschreiben lässt. Doch irgendetwas scheint zu fehlen. Wir haben uns die Natur so gut es geht Untertan gemacht, leben in unserem Land weitestgehend im Luxus … doch glücklich und erfüllt sind wir laut Statistik nicht.

Es ist eine leise Welle, die da an Größe gewinnt. Es sind Männer, die versuchen sich und der Welt auf den Grund zu gehen, statt sich nur mit Arbeit oder Alkohol abzulenken. Männergruppen, in denen nicht nur über Autos und Fußball gesprochen wird, sind am Wachsen.

Spätestens wenn ein Mann zum Vater wird, tauchen Fragen und Unsicherheiten darüber auf, was denn ein kleiner Mensch braucht, um zu gedeihen. Vielleicht realisieren wir, dass wir in unserem eigenen Mann-Werden Defizite erlebt haben, zumal die meisten kleinen Jungs größtenteils von Frauen erzogen wurden, während die Väter oft abwesend waren. Das Männerbild des vergangenen Jahrtausend scheint ohnehin nicht mehr ganz zu den heutigen Herausforderungen zu passen. Continue reading

Hochsensibilität bei Kindern und Jugendlichen

haende_herzDie Beschäftigung mit dem Konzept der „Hochsensibilität“ hat insbesondere in den vergangenen 10 bis 15 Jahren deutlich zugenommen, einhergehend mit zahlreichen Buchveröffentlichungen, der Gründung von Vereinen und Instituten sowie einer Vielzahl von Internetseiten, Foren, etc. Den meisten Menschen wird der Begriff bereits begegnet sein – doch was ist hierunter eigentlich zu verstehen?

Hochsensibilität kann als Persönlichkeits- oder Wesensmerkmal verstanden werden. Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 15 – 20 Prozent der Menschen im Vergleich zur Mehrheit der Bevölkerung Informationen und Reize intensiver aufnehmen und tiefer verarbeiten. Sie nehmen mehr wahr, zeigen eine erhöhte Empathiefähigkeit und Gewissenhaftigkeit, sind mitunter kreativer, haben eine lebendigere Vorstellungskraft und eine ausgeprägte Intuition. Etwas profaner könnte man sagen: Sie sind „offener“ als Menschen, denen dieses Merkmal fehlt.

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Auch wenn’s ums Essen geht, is(s)t Heiligenfeld anders

Unser Rezept der Saison: Putenschnitzel in Knusperhaube mit hausgemachten Gnocchi und Grilltomate

In den Heiligenfeld Kliniken legen wir großen Wert darauf, dass wir unseren Patienten gesundheitsfördernde Speisen bereitstellen. Das Grundprinzip für die Verpflegung während eines stationären Klinikaufenthaltes in den Heiligenfeld Kliniken ist eine gesunde und bewusste Ernährung, die sich nach den Vorgaben der D-A-CH-Ernährungsverbände richtet und möglichst vollwertig und ökologisch-biologisch orientiert ist.

Abhängig vom regionalen Angebot besteht ein hoher Anteil der Lebensmittel aus ökologischem Anbau oder ökologischer Erzeugung. Frische Bio-Produkte wie z. B. Gemüse, Salat oder Frischfleisch kommen daher aus der Region, um lange Transportwege zu vermeiden. Auch achten wir darauf, Fleisch und Wurst aus Massentierhaltung auszuschließen. Der Speiseplan ist überwiegend vegetarisch ausgerichtet und bietet viele Alternativen zu Fleisch und Fisch. Bei der Produktion unserer Speisen legen wir Wert auf nährstoff- und ressourcenschonende Verarbeitung.

Ebenso achten wir bei den Getränken auf fair-gehandelte Produkte – so etwa beim Kaffee.  Zudem bieten wir nur naturreine Säfte an. Auch die zum Abschmecken der Speisen verwendeten Gewürze kommen, wenn möglich, frisch aus unserem eigenen Klinikgarten. Wir vermeiden außerdem den Einsatz von Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern oder Farbstoffen.

Wir bieten unseren Patienten ein reichhaltiges und vielfältiges Ernährungsangebot. Es gehört allerdings zu unserer ökologischen Auffassung, dass wir beispielsweise das Frühstücksbuffet nur nach Bedarf und auf gezielten Wunsch auffüllen. Jedem Patienten steht ein reichhaltiges Angebot an Speisen zu. Jedoch möchten wir der gegenwärtig vorherrschenden Wegwerfkultur entgegenwirken und daher nur das servieren, was tatsächlich gegessen wird – zumal wir keine Möglichkeit haben, Lebensmittel für andere Zwecke zu verwenden. Am Ende bleibt daher leider nur die Biotonne.

Jetzt wird gekocht

Heute nehmen wir Sie wieder mit in unsere Heiligenfelder Küche. Unsere Köche haben ein leckeres Gericht gezaubert, dass wir gerne Ihnen nicht vorenthalten wollen. Dieses Mal auf dem Menüplan: Putenschnitzel in Knusperhaube mit hausgemachten Gnocchi und Grilltomate an Estragonsoße für 5 Personen.

 

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Das Leben der Frau ist eine Kunst

Die Frau das Weib in mirLena Zimmermann, Studentin im Studiengang Gesundheitsmanagement in Heiligenfeld, hat sich Gedanken zur Rolle der Frau gemacht. Was dabei rauskam, bringt sie nachfolgend zum Ausdruck.

Die Anforderungen an die Frau sind hoch. So soll sie liebevolle Mutter und Familienunternehmerin, sorgsame Tochter und beste Freundin, Traum-Schwiegertochter und Karrierefrau, verständnisvolle Chefin und gute Kollegin, Lebensgefährtin, Ehefrau und Geliebte, Hausfrau, Köchin zugleich und am besten gleichzeitig sein.. Wie kann sie all diesen Rollen gerecht werden? Muss sie das überhaupt? Oder sollte sie sich für eine entscheiden? Ist sie eine Rabenmutter, wenn sie sich für einen Vollzeitjob entscheidet oder ein Hausmütterchen falls dagegen? Die Frau ist oft der Fels in der Brandung, an dem Wassertropfen und stürmische Wellen abprallen. Der Fels wird durch jeden einzelnen Tropfen geschliffen, die Persönlichkeit der Frau durch jede ihrer Rollen geprägt. Und das ist auch gut so. Doch was passiert, wenn der Fels zu brechen droht? Continue reading

Psychotherapie und Beziehungen

couple-1210023So vielgestaltig psychische Erkrankungen sein können, so ähnlich sind oft die damit einhergehenden Auswirkungen: Der Betroffene leidet darunter, erlebt teils massive Einschränkungen seiner Funktions- und Leistungsfähigkeit, seiner Lebensqualität insgesamt. Die Depression als häufigste psychische Erkrankung etwa bewirkt eine tiefgreifende Veränderung des Handelns, des Denkens und des Fühlens, mit deutlichen Folgen auch auf soziale Beziehungen, auf den Kontakt zu Freunden, Kollegen, Familienmitgliedern, und selbstverständlich auch gegenüber dem Partner. So kann die psychische Erkrankung im schlimmsten Fall zu einer „Zerreißprobe“ für die Beziehung werden. Entschließt sich der Betroffene dazu, eine Psychotherapie zu beginnen, entweder ambulant oder auch stationär, dann in der Hoffnung auf eine Linderung der Beschwerden und eine generelle Besserung des Befindens. Es bestehen Erwartungen an die Wirksamkeit der Therapie, an das Behandlungsergebnis und an die Zeit danach, und zwar sowohl beim Ratsuchenden als auch bei seinen Angehörigen. Doch was passiert, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden? Gemeint ist hier nicht die mangelnde Wirksamkeit des Therapieverfahrens, sondern die Tatsache, dass der Betroffene im Verlauf der Therapie mehr und mehr die Haltung entwickeln kann, etwas in seinem Leben verändern zu wollen, entweder im Kleinen oder aber auch in Form einer grundlegenden Veränderung. Dies kann sich beispielsweise darauf beziehen, die Arbeitsstelle zu wechseln, den bisherigen Wohnort zu verlassen oder aber auch, für die aktuelle Partnerschaft keine Zukunft mehr zu sehen. Für Außenstehende sind solche Wünsche nach Veränderung manchmal nur schwer nachvollziehbar. Continue reading

Es gibt ein Leben nach dem Zusammenbruch – Ein Patienteninterview

forest-972800Die 44-jährige Lehrerin Andrea Falke ist verheiratet und hat vier Kinder. Neben ihrer Familie und dem Beruf pflegt sie ihre an Demenz erkrankte Mutter. Irgendwann bricht sie zusammen, ist ausgebrannt, es geht nicht mehr weiter. Sie entscheidet sich für eine stationäre Therapie in der Parkklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen.

Während ihrem Aufenthalt in der Klinik haben wir Andrea Falke zu einem Interview getroffen und mit ihr über die Krankheit, ihre Hoffnungen und Ängste gesprochen.

Frau Falke, mit welcher Diagnose sind Sie in die Klinik gekommen?

Ich bin mit der Diagnose mittelschwere Depression und Burnout in die Klinik gekommen.

Wie kam es dazu?

Ich habe über Jahre über meine Kräfte gearbeitet bzw. einen Lebensstil geführt, der schon am obersten Level lag. Ich bin verheiratet, habe vier Kinder und arbeite als Lehrerin. Auch in der Schule habe ich viele Aufgaben übernommen. Wenn jemand für irgendwas gesucht wurde, eine hat sich immer gemeldet – im Zweifel war ich das. Ich habe insgesamt, schon immer auf einem sehr hohen Arbeitsniveau gelebt. Im vergangenen Sommer ist mein Vater gestorben, meine Mutter ist dement und damit kamen zusätzlich (emotionale) Belastungen und Aufgaben auf mich zu. Auch hier habe ich mich wieder verantwortlich gefühlt. Hinzukommt, dass meine Kinder teilweise recht „erziehungsintensiv“ sind. Es kam zu Vorfällen, die Ordnungsmaßnahmen wie Erziehungsmaßnahmekonferenzen u. ä. zur Folge hatten. Das hat mich stark belastet. Ich habe immer gedacht, ich kriege das alles gut bewältigt und strukturiert, indem ich mich entsprechend organisiere…weiter, weiter, weiter….Meine Freizeit bestand daraus, meine Mutter zu betreuen und zu besuchen und Wäsche zu falten. Hin und wieder mal laufen gehen. Aber im Grunde haben die Phasen der Entspannung gar nicht mehr gereicht, um den Rest aufzufangen. Continue reading

Ein Bericht aus der Organisationsentwicklung

Am Dienstag, dem 5. Juli 2016 hatten wir wieder eine ganz besondere Organisationsentwicklung. Die Organisationsentwicklung (OE) findet für gewöhnlich jeden Dienstag in der Zeit von 09:05 bis 10:20 Uhr statt. Bei der OE treffen sich die Mitarbeiter mit der Geschäftsleitung, um ein bestimmtes Thema zu behandeln, z. B. gesunde Ernährung, Qualitätsmanagement, Unternehmenskultur. Ziel dieser Veranstaltung ist es, dass Unternehmen Heiligenfeld gemeinsam weiterzuentwickeln. Dieses Mal drehte sich alles um das Thema „Kreativität“. Zusammen mit den anderen Kreativtherapeuten hat sich Christian Horras, Leiter der Kreativtherapie der Rosengartenklinik Heiligenfeld, der die Veranstaltung moderierte, etwas ganz Spannendes für die Heiligenfelder ausgedacht: Es ging darum, in verschiedenen Erfahrungsräumen Kreativität auf unterschiedliche Art und Weise zu spüren und aktiv zu nutzen. So gab es beispielsweise künstlerische, musische und tänzerische Angebote. Aber auch geistige Kreativität war gefordert. So war eine Gruppe damit „beauftragt“ aus Zeitungsartikeln ein Gedicht zum Begriff „Liebe“ zu verfassen. Eine andere Gruppe widmete sich der handwerklichen Kreativität, indem sie Objekte zu speziellen Fragestellungen aus Ton formten. In der Denkwerkstatt war kreatives Denken angebracht. Hier ging es darum Rätsel zu lösen. Wer Lust hatte, konnte sich als Maler versuchen. Hier hieß es sein Gegenüber zu portraitieren ohne auf sein Blatt zu schauen.

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Depression: Eine Krankheit, die man nicht haben darf

Bild 2Die soziale Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen behindert oft eine frühzeitige Diagnose und Behandlung. Aufgrund der negativen Attribute, die mit psychischen Erkrankungen verbunden werden, gehen viele Betroffene nicht oder erst spät zum Arzt, um die Diagnose „psychisch krank” zu vermeiden.

Obwohl Depressionen heute sehr gut behandelbar sind, erhalten laut Weltgesundheitsorganisation WHO weniger als 25 Prozent aller Betroffenen eine adäquate Behandlung. Über die Hälfte aller Depressionen bleibt trotz Arztbesuch unerkannt. Häufig werden körperliche Symptome als Ersatz für psychische Beschwerden geschildert: Die Patienten klagen nicht über depressive Verstimmung, sondern über Beschwerden, die zunächst auf eine körperliche Ursache oder Erkrankung hinzuweisen scheinen. Oft wünschen depressive Patienten vom Hausarzt z. B. nur Medikamente gegen ihre Kopf- oder Rückenbeschwerden oder gegen die Schlafstörung.

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Voneinander lernen – Miteinander sein

FullSizeRenderUnter diesem Motto könnte das Mentoringprogramm des Kongresses stehen, sagte Anita Schmitt, Leiterin der Akademie Heiligenfeld in Bad Kissingen. 15 Studenten nahmen im Rahmen des Mentoringprogrammes am Kongress „Spiritualität im Leben“ vom 2. bis 5. Juni 2016 teil und hatten mit ihren persönlich zugeteilten Mentoren eine besondere Zeit auf dem großen Heiligenfelder Kongress in Bad Kissingen.

Das Mentoringprogramm wurde von einer Studentengruppe der FH Würzburg-Schweinfurt im Rahmen eines Projektseminars unter Leitung ihrer Lehrbeauftragten Anita Schmitt konzipiert. Von Studenten wurde der Bedarf und die Bedürfnisse von Studenten ermittelt, um ein interessantes Angebot für junge Menschen zu bieten. Die Verbindung von der kostengünstigen Teilnahme am Kongress für 40 Euro und der Begleitung durch einen Kongressteilnehmer als lebenserfahrenen Begleiter wurde bereits im letzten Jahr beim Kongress gut angenommen, sowohl von den Studenten als auch von den Kongressteilnehmern. In diesem Jahr fand das Mentoringprogramm erneut statt. Continue reading

Tierbegleitete Therapie – Ein Interview mit Jimmy

Schäferhundrüde Jimmy

Hund Jimmy berichtet von seinem Aufenthalt in der Parkklinik Heiligenfeld und der tierbegleiteten Therapie.

Bereits Ende 2014 haben wir euch den vierjährigen Schäferhundrüden Jimmy vorgestellt. Er hat an dem innovativen Behandlungskonzept, der „tierbegleiteten Therapie“ in der Parkklinik Heiligenfeld teilgenommen hat. Wir konnten Jimmy wieder für ein Interview gewinnen.

Hallo Jimmy, heute hast du das erste Mal an der Familienaufstellung mit Hund teilgenommen. Wie war es für dich?
Im ersten Moment war es total aufregend. Mein Frauchen hat mich aus dem Zimmer geholt und ist dann mit mir in einen großen Raum gegangen, wo viele Menschen waren. Anschließend hat sie mich von der Leine losgemacht und ich durfte frei im Raum herumlaufen, mir alles anschauen und die Leute begrüßen. Mein Frauchen sollte dann Menschen auswählen, die stellvertretend für mich und mein Frauchen stehen.

Was war bisher besonders aufschlussreich für dich Jimmy?
Mein Frauchen hat dann ihren und meinen Stellvertreter so aufgestellt, wie sie unsere Beziehung wahrnimmt. Interessant zu sehen war, dass mein Stellvertreter diese – genau wie ich – als einengend empfindet. Das hat sich so geäußert, dass dieser relativ weit zurück gegangen ist. Für mich war sehr spannend zu erleben, dass sich etwas gezeigt hat, was ich schon die ganze Zeit meinem Frauchen signalisiere, sie aber bisher nicht wahrgenommen hat. Continue reading

Intensivwoche für ehemalige Patienten

ehemaligen IntensivwocheIm Juli dieses Jahres wollen wir ehemaligen Patienten wieder das eindrucksvolle Erlebnis einer Intensivwoche ermöglichen. Wir würden uns freuen, Sie bei dieser Gelegenheit wieder in Heiligenfeld anzutreffen.

Vom 18. bis 21. Juli 2016 findet diese Intensivwoche  in der Parkklinik Heiligenfeld statt. Erleben Sie erneut Elemente aus Ihrer Zeit in Heiligenfeld und begeben Sie sich auf eine Reise zu Ihrem Inneren. Nach den Prinzipien des „Vierfachen Wegs“ begleiten Sie unsere Therapeuten.
Sie erhalten vier einfache und nützliche Werkzeuge, um Ressourcen zu aktivieren, die ungenutzt in uns allen schlummern. Statt nur Verhaltens- und Einstellungsänderungen anzustreben, nutzen wir und verbinden wir uns mit den fünf Prinzipien des Lebens.

Die Intensivwoche beinhaltet insgesamt rund 26 Therapiestunden sowie zwei Einzelgespräche.

Die Anreise erfolgt bereits am Sonntag, dem 17. Juli, die Abreise findet am Freitag, dem 22. Juli statt.
Der Preis beträgt 1.300 Euro; im Preis enthalten sind fünf Übernachtungen und die volle Verpflegung in der Parkklinik Heiligenfeld.

Es können maximal 18 Personen an der Intensivwoche für ehemalige Patienten teilnehmen. Die Teilnahme erfolgt nach Eingang der Anmeldung.

Hier finden Sie das ausführliche Programm. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter der Telefonnummer 0971 84-4444.

Der Hund als Ressource

tierbegleitete Therapie

Silvia Kirsch, Psychologin der Parkklinik Heiligenfeld hat einen Beitrag zum Thema „Hund als Ressource“ verfasst.

Als ich gebeten wurde, einen Artikel darüber zu schreiben, welche Ressource ein Hund für das menschliche Wohlbefinden darstellt, sind mir sofort ganz viele Beispiele eingefallen. Jedoch möchte ich unbedingt eine Sache vorneweg anbringen, die mir wichtig ist: Ich empfehle niemandem, einen Hund zu sich zu nehmen, aus der Motivation heraus, dann seelisch oder körperlich gesund zu werden. Ich kenne Menschen, die einen Hund zu sich geholt haben, in der Hoffnung, dann Struktur in ihr Leben zu bekommen, zum Beispiel dadurch, dann „gezwungen“ zu sein, dreimal täglich in die Natur zu gehen. Wenn jedoch das Herz dabei fehlt, der innere Wunsch, mit einem Tier zusammenzuleben oder auch die Kraft sich um ein Tier kümmern zu können, kann das dann schnell in Frustration enden. Denn oft wird unterschätzt, wieviel Arbeitsaufwand mit einem Hund verbunden ist. Nicht nur Zeit, die mit dem Hund verbracht wird – wozu auch der zeit- und durchaus auch kraftaufwendige Beziehungsaufbau gehört – sondern beispielsweise auch viel mehr Zeit als für das Putzen der Wohnung, aber auch die Übernahme von Verantwortung, das zeitliche Eingebundensein sowie anfallende Kosten. Continue reading

Der Kontakt zum Tier und seiner Lebenswelt als Therapie in der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen

P1030202„Ich fand die Aktion Pferd gut, denn das Pferd hat mir geholfen, von meiner Angst loszukommen“  – „Welche Angst meinst Du?“ – „Meine Angst im Umgang mit Lebewesen allgemein!“ (P. R., 16 Jahre)

„Wenn man auf dem Pferd sitzt, kann man abschalten und man fühlt sich irgendwie frei.“ (M. E., 17 Jahre)

„Ich bin gestern von einer Panikattacke weggekommen durch das Pferd. Ich hatte vorher zwei Panikattacken. Als ich draußen war, habe ich dann immer noch gezittert und so. Ich wollte erst nicht reiten, weil ich Angst hatte, dass es nochmal passiert, aber dann, wo ich es gestriegelt und geputzt hab, war‘s gut, dann bin ich richtig runtergekommen.“ (S. F., 15 Jahre) Continue reading

Ein Jahr Krisengruppe für Familien mit psychischen Erkrankungen

Kriseninterventionsgruppe

Das Team der Krisengruppe, v. li. n. re.: Verena Loibl, Aufnahmemanagement; Dr. Vlasta Vavrinova, Ärztin; Dr. Ulrike Weiß, Chefärztin; Dipl.-Psych. Christophe Witz, Psychologe; Dipl.-Psych. Susanne Jakel-Schmidt, Psychologin;

Anfang Oktober 2014 fand in der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen, nach einiger Vorarbeit und etwas Lampenfieber (der zuständigen Therapeuten), die erste Krisengruppe statt. Seither haben knapp 200 Patienten die Möglichkeit zur kurzfristigen Aufnahme ins stationäre Setting zur Stabilisierung akuter psychischer und psychosomatischer Notlagen genutzt. Grund genug, zurückzuschauen und eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Einige der Befürchtungen, die zu Beginn der Arbeit in der Krisengruppe bestanden, haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. Die Anzahl akuter dramatischer Kriseninterventionen und deeskalierender Maßnahmen liegt nicht wesentlich höher als im regulären Betrieb unserer Familienklinik. Im Gegenteil, viele Besucher der Krisengruppe sind sehr erleichtert darüber, an einem Ort zu sein, der Unterstützung und Entlastung durch Abstand vom häuslichen Umfeld anbietet.

Die Bereitschaft, Unterstützung vom Therapeutenteam und von den Mitpatienten der Therapeutischen Gemeinschaft anzunehmen, ist in der Regel recht hoch.

Eine Vielzahl der Teilnehmer verfügt bislang über keine oder lediglich geringe Erfahrung Psychotherapie. Daher ist es Aufgabe der Therapeuten, Vorurteile abzubauen, Vertrauen zu schaffen und Wege zu bahnen, um den Wert von Therapie erfahrbar und spürbar zu machen.

Ein wesentliches Element der Behandlung in der Krisenstabilisierung sind die vielfältigen Methoden der Familientherapie und der Kreativtherapie. Ziel dieser Methoden ist die Reaktivierung vorhandener (aber vielleicht aktuell nicht zugänglicher) Ressourcen. Continue reading

Symposium „MITeinander in der Schule“

006 KopieUnter dem Motto „MITeinander in der Schule“ haben wir vor kurzem Lehrerinnen und Lehrer zum gemeinsamen Diskurs in die Akademie Heiligenfeld eingeladen. Ziel unseres Symposiums war es, anhand von Vorträgen und Workshops Impulse zu geben, um zur aktiven Gestaltung einer lebendigen, starken Lehrer- und Schulgemeinschaft anzuregen.

„Highlight“ der Veranstaltung waren die beiden Vorträge von Otto Herz, Reformpädagoge, Psychologe, Autor, ehem. Bundesvorsitzender der gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule und Margret Rasfeld, Schulleiterin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum und Mitbegründerin der Initiative ‘Schule im Aufbruch’.

Außerdem haben wir in gemeinsamen Workshops das Motto des Symposiums noch einmal vertieft und uns mit unterschiedlichen Fragestellungen auseinandergesetzt. Continue reading

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