Jutta Wittmann

Jutta Wittmann ist als Diplompsychologin in der Marketingabteilung der Heiligenfeld Kliniken. Sie ist zuständig für die Koordination der Zusammenarbeit mit den Psychotherapeuten und Ärzten der Klinik und für die fachspezifische Bearbeitung von Texten.
Weitere Informationen zu den einzelnen Autoren finden Sie auch unter dem Menüpunkt „Über den Blog und seine Autoren“.

Herausforderungen an junge Erwachsene

Leistungsdruck, Prüfungsstress, Zukunftsängste – junge Erwachsene stehen vor vielen Herausforderungen. Es müssen Entscheidungen getroffen werden, die zu dauerhaften Veränderungen in ihrem Leben führen. Viele können diesem Druck nicht standhalten. Nicht selten entwickeln sich in dieser Lebensphase psychische Störungen wie z. B. ein pathologischer Umgang mit dem Internet. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts Berlin (DEGS, 2012) ergab die höchsten Prävalenzraten von psychischen Störungen in der Altersgruppe 18 bis 34 Jahren: Junge Erwachsene

Behandlung von Adipositas in den Heiligenfeld Kliniken – Erfahrungsbericht eines Patienten

Die Parkklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen für Privatversicherte und Beihilfeberechtigte ist ebenso wie die Rosengarten Klinik Heiligenfeld für psychosomatische Rehabilitation auf die Behandlung von Adipositas spezialisiert. In der Regel ist Adipositas die Zweitdiagnose. Die Patienten kommen z. B. mit einer Depression oder Angsterkrankung, deren Entstehung und Verlauf eng mit der Problematik der Adipositas gekoppelt ist. Bei der Behandlung steht neben den verschiedenen gruppentherapeutischen Angeboten und Einzelgesprächen besonders die Körpertherapie im

Schäferhundrüde Jimmy

In der Parkklinik Heiligenfeld kommt ein innovatives Behandlungskonzept „tierbegleitete Therapie“ zur Verbesserung der Selbststeuerung, Lebensführung und Linderung der psychosomatischen Krankheiten von Tierbesitzern zur Anwendung: Seit Mai 2014 stehen 27 spezielle Behandlungsplätze für privatversicherte Patienten zusammen mit ihren Tieren – vornehmlich Hunden – zur Verfügung. Die Hundebesitzer sind begeistert und nehmen dieses Angebot gerne an. Aber wie sieht es mit den Tieren aus? Wir konnten Jimmy, einen vierjährigen Schäferhundrüden, zu einem

Angsterkrankungen und stationäre Behandlung

Die Grenze zwischen begründbarer, „gesunder“ Angst und einer Angsterkrankung wird oft unbemerkt überschritten. Die psychische Erkrankung beginnt dort, wo die Intensität des Angstgefühls nicht der tatsächlichen Bedrohung entspricht, wo Leidensdruck entsteht und der Alltag beeinträchtigt ist. Bei allen Formen von Angsterkrankungen treten aufgrund des aus dem Gleichgewicht geratenen vegetativen Nervensystems körperliche Symptome auf. Herzklopfen, Atemnot, Zittern, Schwitzen, Schwindel, Verdauungsprobleme und Schmerzzustände entsprechen ursprünglich der „Alarm“-Reaktion des Organismus in akuten Stress-Situationen

Herzinfarkt oder doch "nur" Angst?

Starke Angst wird immer begleitet von körperlichen, meist vegetativen Symptomen. Diese entsprechen ursprünglich der „Alarm“-Reaktion des vegetativen Nervensystems in akuten Stress-Situationen. Solche Beschwerden sind z. B. Herzklopfen, Atemnot, Zittern, Schwitzen, Schwindel, Verdauungsprobleme und Schmerzzustände. Bei Angsterkrankungen, insbesondere bei ungerichteten Ängsten wie der generalisierten Angststörung und bei Panikattacken, stehen diese körperlichen Symptome oft im Vordergrund. Da hier häufig eine reelle Bedrohungs- oder Gefahrensituation fehlt, werden die körperlichen Symptome nicht als Reaktion

Angst vor Anderen

„Phobien“ sind irrationale Ängste vor ganz bestimmten Dingen oder Situationen Dabei ist dem Betreffenden meistens bewusst, dass seine Ängste hinsichtlich der Bedrohungsquelle und in ihrer Intensität unangemessen stark sind. Auslöser einer phobischen Reaktion können die unterschiedlichsten Dinge sein. Häufig ist die sogenannte soziale Phobie, d. h. das Auftreten starker Ängste bis hin zur Panik in bestimmten sozialen Situationen. Die Betroffenen haben z. B. übermäßige Angst vor öffentlichen Auftritten oder davor,

Abhängig vom Internet

„Internetsucht“ – internet addiction disorder, IAD – wurde als Begriff erstmalig von Ivan Goldberg, New Yorker Psychiater und Pharmakologe und selbst begeisterter „net user“, verwendet. 1995 veröffentlichte er in der New York Times einen ersten, eher scherzhaft gemeinten, Artikel zur Aufklärung über die Gefahren der Internetnutzung. Aus dieser zunächst nicht ganz ernstgemeinten Überlegung erwuchs schnell ein Bewusstsein über das Abhängigkeits-Potenzial der Internetnutzung. Die einschlägige Daten- und Studienlage hat allerdings auch

Burnout - Folgeerkrankungen und stationäre Behandlung

Das Thema „Burnout“ wird seit einiger Zeit in der Öffentlichkeit viel diskutiert und von den Medien als Thema aufgegriffen. Es handelt sich dabei nicht um eine medizinische Diagnose, sondern um einen in der Gesellschaft immer mehr akzeptierten Überbegriff für einen schleichenden Prozess des Ungleichgewichts und der Erschöpfung. Zu den viel diskutierten gesellschaftlichen Ursachen gehören Überforderung – von innen und von außen – und mangelnde psychosoziale Kompetenz. Am Ende dieses Prozesses

Risikofaktor Leistungsdruck

Leistungsdruck – in der Schule, beim Sport, im Beruf – bedeutet, Vorgaben erfüllen und Ziele erreichen zu „müssen“. Diese Vorgaben verändern und steigern sich ständig, so dass oft permanent das Gefühl vorherrscht, den Anforderungen nicht gerecht werden zu können. Und allzu oft orientiert sich das Maß für die Leistung nicht am Ausreichenden, sondern am Besonderen, an der Höchstleistung. Doch Erfolgsdruck und ständige Erreichbarkeit sind auf Dauer eine Gefahr für die

Internetsucht - Gefangen im Netz

„Internetsucht“ – internet addiction disorder, IAD – wurde als Begriff erstmalig von Ivan Goldberg, New Yorker Psychiater und Pharmakologe und selbst begeisterter „net user“, verwendet. 1995 veröffentlichte er in der New York Times einen ersten, eher scherzhaft gemeinten, Artikel zur Aufklärung über die Gefahren der Internetnutzung. Aus dieser zunächst nicht ganz ernstgemeinten Überlegung erwuchs schnell ein Bewusstsein über das Abhängigkeits-Potenzial der Internetnutzung. Die einschlägige Daten- und Studienlage hat allerdings auch

Unterschied zwischen Burnout und Depression

Burnout und Depression – zwei Bezeichnungen für dieselbe Erkrankung? Fast scheint es so, wenn man sich Aufzählungen von Symptomen betrachtet. Schlafschwierigkeiten, Veränderungen im Appetitempfinden, steigendes Verlangen nach Alkohol und Nikotin, körperliche Symptome und Funktionsstörungen wie chronische Muskelverspannung, Magen- und Verdauungsprobleme, Herz- und Kreislaufprobleme, Müdigkeit und im seelischen Bereich anhaltende und sich wiederholende depressive Stimmungen, diffuse Ängste und Rückzug von Freunden und Familie – das alles können Indikatoren für eine Burnout-Entwicklung,

Gefühle zum Ausdruck bringen

Die Bedeutung von Gefühlen in der stationären Behandlung psychosomatischer Erkrankungen Wieso ist es eigentlich wichtig, Gefühle zum Ausdruck zu bringen? Jeder von uns hat sicherlich schon einmal erlebt nichts zu fühlen, in Phasen der Überlastung oder nach Schicksalsschlägen…vor allem Menschen, die unter Depressionen leiden, benennen häufig das Symptom der Gefühllosigkeit. Solange dieser Zustand nicht dauerhaft anhält, ist er einfach eine normale Reaktion auf „Stresssituationen“, die uns letztlich helfen soll, handlungs-und

Von Berufs wegen traumatisiert

Traumatische Erfahrungen und kritische Ereignisse in der persönlichen Lebensgeschichte bringen die Menschen oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Solche Traumen haben nachhaltige negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Menschen, die in ihrem Beruf bei traumatischen Ereignissen die Rolle des Helfers oder Berichterstatters einnehmen, erleben solche Situationen häufig. Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, aber auch Ärzte, Pflegepersonen oder Journalisten sind zwar einerseits durch ihre Ausbildung und Erfahrung geschult, mit extremen,

Auch Helden brauchen Hilfe

Neuerdings wird in den Medien vermehrt darüber berichtet, dass Mitglieder der Polizei und anderer zum Schutz der Bürger eingesetzter Berufsgruppen selbst zu Opfern von Anfeindungen, Aggression und Gewalt werden. Ein nicht zu leugnender gesellschaftlicher Wertewandel in manchen Bereichen der Bevölkerung äußert sich hier in einer verstärkten Respektlosigkeit gegenüber bestimmten Berufsgruppen. Gezielte gegen die Beamten gerichtete Angriffe körperlicher oder verbaler Natur stellen nur eine von vielen psychischen Belastungen dar, die ihr