Burnout – Folgeerkrankungen und stationäre Behandlung

Frustrated businessman at laptop.Das Thema „Burnout“ wird seit einiger Zeit in der Öffentlichkeit viel diskutiert und von den Medien als Thema aufgegriffen. Es handelt sich dabei nicht um eine medizinische Diagnose, sondern um einen in der Gesellschaft immer mehr akzeptierten Überbegriff für einen schleichenden Prozess des Ungleichgewichts und der Erschöpfung. Zu den viel diskutierten gesellschaftlichen Ursachen gehören Überforderung – von innen und von außen – und mangelnde psychosoziale Kompetenz. Am Ende dieses Prozesses steht oft eine diagnostizierbare psychische Erkrankung.

Eine Depression ist die häufigste Folgeerkrankung einer Burnout-Entwicklung. Als Hauptsymptome einer Depression gelten: Depressive Stimmung, Antriebsmangel, Interessenverlust, Freudlosigkeit und erhöhte Ermüdbarkeit. Keine andere psychische Erkrankung kommt so oft in der Bevölkerung vor: Depression ist zu einer Volkskrankheit geworden. Allein in Deutschland erkranken ca. 20 % aller Menschen einmal in ihrem Leben an einer Depression.Weitere typische Folgeerkrankungen bei einer Burnout-Entwicklung sind Angsterkrankungen, meistens in Form von Panikreaktionen, Abhängigkeitserkrankungen oder somatoformen Störungen.

Die Abhängigkeit von Substanzen (Medikamente, Alkohol) oder Handlungen (Internet, Spiel) entsteht im Verlauf des Burnout-Prozesses aus dem mehr oder weniger bewussten Versuch, sich selbst zu helfen, sich zu betäuben oder abzulenken.

Bei der Behandlung von Patienten mit Burnout-Folgeerkrankungen steht zunächst die diagnostizierte psychische Erkrankung und der Wunsch nach schneller Symptomverbesserung im Vordergrund. Man möchte wieder Lebensfreude zurückgewinnen, Kraft tanken, wieder „der Alte“ werden und möglichst schnell wieder leistungsfähig sein. Manchmal ist allerdings bereits eine Ahnung davon da, dass der Weg „zurück ins Hamsterrad“ möglicherweise zu einem erneuten Zusammenbruch führen könnte. Für eine erfolgreiche Behandlung ist es erforderlich, dass mit einem ganzheitlichen Ansatz, wie ihn die Parkklinik Heiligenfeld entwickelt hat, nicht nur die Symptomatik, sondern auch der gesamte Burnout-Prozess erfasst wird. Dies geschieht am besten im Rahmen eines stationären Aufenthaltes. Der Weg in die Klinik bringt oft allein durch den Ortswechsel eine schnelle Verbesserung der Symptome. Die Patienten erfahren Abstand vom Alltag und den dortigen Belastungen und Konfliktfeldern und müssen in der Klinik nicht länger die letzten Kraftreserven in die Aufrechterhaltung der eigenen Fassade investieren. Der Tagesablauf in der Klinik bietet eine äußere Struktur und Ordnung. Es geht durch die Termine voran, man wird wieder aktiver und die Stagnation wird schrittweise überwunden.

Schnell und mit Unterstützung der Mitpatienten aus der therapeutischen Gemeinschaft sind die meisten Patienten bereit, sich auch auf tiefere Fragestellungen hinter den seelischen Symptomen einzulassen und ihre Krise als echte Chance zu begreifen, um innezuhalten, sich über sich selbst und ihr Leben klarer zu werden und dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben. www.burnout.heiligenfeld.de

Information aus der Akademie Heiligenfeld:

22. bis 25. Mai 2014 Kongress „Burnout und Resilienz“

Im Fokus des Kongresses stehen „Burnout“ als Indikator für die wachsende psychosoziale Belastung der Menschen und die Entwicklung von „Resilienz“ als Antwort darauf – auf individueller, organisationaler und gesellschaftlicher Ebene spannend dargestellt und diskutiert von Referenten aus vielfältigen Bereichen von Wissenschaft und Gesellschaft.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.kongress-heiligenfeld.de

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Jutta Wittmann

Jutta Wittmann

Jutta Wittmann ist als Diplompsychologin in der Marketingabteilung der Heiligenfeld Kliniken. Sie ist zuständig für die Koordination der Zusammenarbeit mit den Psychotherapeuten und Ärzten der Klinik und für die fachspezifische Bearbeitung von Texten. Weitere Informationen zu den einzelnen Autoren finden Sie auch unter dem Menüpunkt "Über den Blog und seine Autoren".

2 Kommentare


  1. Hallo Frau Wittmann,

    vielen Dank für den gut und informativ geschriebenen Artikel.
    In meinem Bekanntenkreis gibt es ebenfalls 2 Burnout-Fälle. Man fühlt sich als Freund da leider sehr machtlos. Einer von ihnen lebt in der Nähe von Heiligenfeld. Ich werde also Ihre Veranstaltung im Mai 2014 vorschlagen.
    Weiterhin wird er sich sicherlich mal über das Therapieangebot der Parkklinik Heiligenfeld informieren, wenn ich ihm diesen Artikel zeige.
    VG
    Jürgen

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