Das Zwiegespräch

Am 26. September hat Célia M. Fatia, M.A. im Heiligenfeld Saal der Parkklinik Heiligenfeld über das Thema: Das Zwiegespräch- Hilfe zur Selbsthilfe, Therapiebegleitung und Vorbeugung gesprochen.

Die studierte Paar- und Familientherapeutin mit freier Praxis in Frankfurt stellte zu Beginn der Veranstaltung das Konzept Hilfe zur Selbsthilfe, das von ihrem verstorbenen Mann Prof. Dr. med. Michael L. Möller entwickelt wurde, vor.

Célia M. Fatia erklärte weiter die Dynamik, unter der die heutigen Paarbeziehungen leiden. Sie sprach von Bewusstlosigkeit, Ahnungslosigkeit, Sprachlosigkeit und Lustlosigkeit in der Beziehung und dass diese Merkmale einen Teufelskreis auslösen können. Laut Fatia ist die Basis einer Beziehung das wechselseitige aufeinander Bezug nehmen, das gegenseitige Austauschen, das in heutigen Paarbeziehungen viel zu kurz kommt, bzw. durch falsche Vorbilder falsch vorgelebt wird. Diese „communication gap“, also die entstandene Kommunikationskluft, führt zum Bruch in einer Beziehung.

Um aus diesem Kreis auszubrechen, schlägt Fatia das Zwiegespräch vor. Ein Zwiegespräch ist ein regelmäßiges, am besten wöchentliches, ungestörtes Gespräch zu zweit. Es sollte eineinhalb Stunden dauern, in denen jeder die gleiche Zeit zum Sprechen zur Verfügung hat. Das Gespräch dient dazu, den Partner und sich selbst stärker wahrzunehmen und die Bindung zwischen beiden zu stärken.

Zu den bedeutungsvollsten Bedingungen des Paarlebens zählen nach Fatia, um nur einen Teil ihrer „Big Nine“ zu nennen, die Gleichberechtigung beider Partner, die Konfliktfähigkeit, die Balance im Urkonflikt und Garantie der Ungestörtheit und Zeit zu zweit.

Zum Ende des Vortrags lud Célia Fatia zu einer offenen Gesprächsrunde ein.

2 Kommentare


  1. Ich kann aus eigenen Erfahrungen bestätigen, wie hilfreich und stärkend Zwiegespräche für die Paarbeziehung sind.
    Gerade auch in Anfangszeiten und wenn´s noch nicht so schwierig wird, können sie helfen, den Partner tiefer kennen zu lernen – so, wie er wirklich ist – und sich ehrlich mitzuteilen, wie jede/r eine Situation wahrnimmt. Und sich vor allem auch wechselseitig mitteilen, was einem gefällt am anderen. So rückt man noch näher zusammen.
    Ulrike Pilz-Kusch

    Antworten

    1. Liebe Frau Pilz-Kusch,
      danke, dass Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen.
      Wir freuen uns sehr darüber, wenn unsere Leser sich aktiv beteiligen.
      Herzliche Grüße
      Anita Schmitt

      Antworten

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