Frühlingsgefühle oder Frühjahrsmüdigkeit – was macht der Frühling mit uns?

almond-blossom-5378_1920Viele freuen sich auf den Frühling und auf die langersehnten ersten warmen Sonnenstrahlen. Die blühenden, duftenden Pflanzen beginnen in ihrer großen Farbenvielfalt zu erstrahlen und bei dem einen oder anderen kommen echte Frühlingsgefühle auf.

Doch warum ist das so? Die Erklärung ist denkbar einfach: Die Frühlingssonne wirkt wie ein Stimmungsaufheller. Es ist bewiesen, dass Licht die Produktion des Wohlfühlhormons Serotonin in unserem Körper ankurbelt. Wir spüren Glücksgefühle, werden ausgeglichener und zufriedener und unsere Stimmung hebt sich. Gleichzeitig hemmt das Sonnenlicht die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin, welches im Winter oft für Müdigkeit und Antriebslosigkeit sorgt.

 

Müdigkeit trotz Sonnenstrahlen?

Nicht alle Menschen erleben ein Stimmungshoch im Frühling. Im Gegenteil: Sie verspüren oft starke Müdigkeit und fühlen sich fortwährend abgeschlagen. Insbesondere der Hormonhaushalt wird durch die Umstellung des Körpers auf mehr Tageslicht und wärmere Temperatur in den Frühlingsmonaten beeinflusst. Durch diese Überbeanspruchung können Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen oder Empfindlichkeit gegenüber Wetterveränderungen auftreten. Aber auch der Blutdruck wird von der Temperaturumstellung beeinflusst. Die Blutgefäße weiten sich und als Folge dessen sinkt der Blutdruck. Dadurch fühlen wir uns häufig müde, weniger leistungsfähig und unkonzentriert. Besonders wenn es einige Tage hintereinander warm war, treten diese Erscheinungen auf. Gibt es häufige Wechsel zwischen warmem und kaltem Wetter, zeigt sich die Frühjahrsmüdigkeit oft mehrmals. Die Umstellung der Uhren von Winterzeit auf Sommerzeit tut ihr Übriges: Laut einer aktuellen DAK-Umfrage haben 23 Prozent der Männer und sogar 32 Prozent der Frauen in Deutschland Probleme mit der Zeitumstellung. Schuld daran ist unser Biorhythmus, er benötigt bis zu einer Woche, um sich auf die ungewohnte morgendliche Dunkelheit und den späten Sonnenuntergang zu gewöhnen.

 

Wirken Sie der Frühjahrsmüdigkeit entgegen und wecken Ihre Frühlingsgefühle!

Frühling bedeutet Neuanfang – überlisten Sie die Frühjahrsmüdigkeit und bringen Körper und Geist in Schwung! Halten Sie sich dazu so oft wie möglich draußen auf, denn Sonnenlicht fördert die Serotoninproduktion und ruft Glücksgefühle hervor. Denn schon Johann Gottfried von Herder wusste:

Was der Frühling nicht sät,
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen.

Sollten Sie einmal ein Stimmungstief haben, verkriechen Sie sich nicht. Nehmen Sie sich etwas vor, z. B. einen Besuch bei Freunden oder Verwandten, die Sie mehrere Monate lang nicht gesehen haben. Gemeinsames Lachen ist immer noch die beste Medizin gegen schlechte Laune! Warten Sie nicht ab, bis sich Ihr Gemütszustand von allein ändert, sondern schaffen Sie sich in Ihrem Alltag Highlights, auf die Sie sich freuen können.

Um nicht nur Ihrer Psyche, sondern auch Ihrem Körper etwas Gutes zu tun, sollten Sie zudem auf fettiges Essen verzichten. Eine vitaminreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie ausreichend Flüssigkeit helfen Ihrem Körper bei der Überwindung der Frühjahrsmüdigkeit. Zudem wirkt Bewegung wahre Wunder: Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft genügt, um den Kreislauf anzuregen. Auch Joggen, Walken oder Radfahren sind ideal, um Frühjahrsmüdigkeit zu vermeiden.

 

Was tun, wenn die Erschöpfung bleibt?

Halten Müdigkeit und Abgeschlagenheit über Wochen oder sogar Monate an, sollte man sich unbedingt ärztlich oder psychologisch untersuchen lassen. Der Grund für die Beschwerden könnte eine Depression sein. Dabei handelt es sich keineswegs um ein vorübergehendes Stimmungstief, sondern um eine tiefe Veränderung vom Fühlen, Denken und Wollen über eine längere Zeit, oft von körperlichen Beschwerden begleitet.
Die Heiligenfeld Kliniken bieten für die Behandlung von Depressionen ein integratives Behandlungskonzept und einen besonderen Ort – eine Atmosphäre der Achtsamkeit und des Respekts und einen liebevollen Umgang miteinander. Die stationäre Behandlung in unserer Klinik steigert nachweislich die Lebensqualität unserer Patienten und führt zu einer besseren Bewältigung des Alltags. Mit anderen Worten: Sie führt zu „mehr Freude am Leben.

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