„Gemeinsam statt einsam“ – Weihnachten bei Heiligenfeld

"Gemeinsam statt einsam" - Weihnachten bei Heiligenfeld

Einsamkeit ist schmerzhaft – besonders an Weihnachten

Wir Menschen sind soziale Wesen, von Anfang an auf Bindung und Kontakt ausgerichtet. Wenn diese Nähe fehlt, leiden wir darunter. Häufig ist es ein stiller Schmerz – einhergehend mit Scham und Selbstzweifeln – und manchmal auch begleitet von Resignation und der Vorstellung, an diesem Zustand nichts ändern zu können.

Gerade an Weihnachten fühlt sich Einsamkeit besonders schmerzhaft an. Schließlich handelt es sich um ein emotional ziemlich „aufgeladenes“ Fest, das man traditionell im Kreise seiner Nächsten verbringt. Für Menschen, die in dieser Zeit niemanden um sich haben, können die Feiertage deswegen sehr belastend sein.

Warum „Alleinsein“ und „Einsamkeit“ nicht dasselbe sind

Natürlich gibt es auch Personen, die es vorziehen, alleine zu sein. Aber eben alleine und nicht einsam! Alleinsein ist in der Regel eine bewusste Entscheidung. Man zieht sich zurück, gönnt sich Ruhe, nimmt sich Zeit, um ganz bei sich zu sein.

Einsamkeit hingegen ist ein durch und durch negatives Gefühl. Es ist ein Mangel an sozialem Miteinander, etwas, das uns langfristig sogar krank machen kann – sowohl psychisch als auch körperlich. Dagegen hilft nur das Erleben von Gemeinschaft. Der Austausch mit anderen hat auf uns Menschen erwiesenermaßen sehr viele positive Effekte, sei es im Hinblick auf unsere allgemeine Gesundheit, unsere Selbstwahrnehmung oder das Gefühl von Sinnhaftigkeit in unserem Leben.

Die heilende Kraft der Gemeinschaft

Die positiven Effekte des Miteinanders nutzen auch wir in den Heiligenfeld Kliniken auf verschiedenste Weise. Das Herzstück unserer Therapie, die Kerngruppe, gehört selbstverständlich dazu. Auch das Forum als Großgruppenveranstaltung oder generell der Umstand, dass vieles auf ein Miteinander ausgerichtet ist, tragen dazu bei. Die „therapeutische Gemeinschaft“ gibt Halt und schafft ein Feld, in dem neue Erfahrungen gemacht und neue Verhaltensweisen erprobt werden können.

Wir wissen um die Kraft der Gemeinschaft und haben die intensiv geführte Diskussion um das Thema „Einsamkeit“ in den letzten Wochen und Monaten aufmerksam verfolgt. Wir haben uns die Frage gestellt, wo wir als Klinikgruppe für uns Möglichkeiten sehen, hier aktiv zu werden. Entstanden ist die Idee zu unserem Angebot „Gemeinsam statt einsam“.

Ein besonderes Seminar in einer besonderen Klinik

In den Heiligenfeld Kliniken unterstützen wir bereits seit 29 Jahren Menschen darin, wieder in Kontakt mit sich selbst und anderen zu kommen. Psychische Krisen können häufig auch eine Chance darstellen, Bisheriges hinter sich zu lassen und gestärkt neue Schritte zu gehen. Die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel bieten hierzu eine besondere Gelegenheit.

Um Einsamkeit zu überwinden, braucht es solche Gelegenheiten – und Mut! Es geht darum, eigene Überzeugungen auf den Prüfstand zu stellen und wieder Zugang zu einem Miteinander zu finden. Hierzu bieten wir einer Gruppe von zwanzig Teilnehmern in einem dreitägigen Seminar – vom 25. bis 27. Dezember 2019 – die Möglichkeit.

Die Teilnehmer haben die Chance, in der Gemeinschaft mit anderen nach neuen Möglichkeiten zur Überwindung ihrer Einsamkeit zu suchen. Gerade der Ausstieg aus der Abwärtsspirale von Enttäuschungen, Rückzug und negativen Erwartungen fällt häufig extrem schwer. Oft braucht es mehrere Anläufe sowie die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen. Mit unserem kostenfreien Angebot „Gemeinsam statt einsam“ wollen wir einen Raum zur Verfügung stellen, in dem Kontakt und Gemeinschaft möglich werden und erlebt werden können. Eine Gelegenheit um neue Perspektiven und Kraft für das neue Jahr zu sammeln!

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