Loslassen meint „zu leben“

dandelion-463928_640Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück.
(Buddha)

„Einfach mal Loslassen“, jeder kennt diesen Satz. Doch die Umsetzung im Alltag fällt schwer.

Stress, Ärger, Druck, zu hohe Erwartungen oder Gedanken, die sich nur um ein Thema drehen, wirken auf uns belastend und nehmen uns die Möglichkeit, das Leben selbst zu gestalten und zu leben. Aber warum ist das so und wie kann Loslassen doch gelingen?


Was bedeutet „Nicht-Loslassen-können“

Das „Nicht-Loslassen-können“ bedeutet, man verbleibt in einer Situation oder Gefühlslage und hält an dieser fest, obwohl man sich nicht wohlfühlt und letztlich damit auch der Gesundheit schadet.

Die Folgen des Nicht-Loslassens, können unter anderem psychosomatische Beschwerden sein. Loslassen zu können, hängt jedoch von der Lebenseinstellung und häufig von den Ängsten einer Person ab. Mit „etwas oder jemanden Loslassen“, verbindet man zunächst Verlust. Man kann damit aber auch sehr Positives, wie Freiheit und Gelassenheit assoziieren.

Die meisten Menschen haben das Bedürfnis nach Sicherheit und Beständigkeit. Veränderungen oder Unbekanntes lösen oft Ängste aus. Doch nichts ist so beständig, wie der Wandel und das Leben ist täglich von Veränderungen geprägt. Die Erwartung, dass alles so bleiben soll, wie es ist, kann nicht erfüllt werden, das zeigt schon die Evolution. Deshalb sollte man beispielsweise auch die Erwartungshaltung, man müsse an Materiellem oder Immateriellem festhalten ablegen. Zudem sollte man aufhören nur aufgrund von Bequemlichkeit nicht zu handeln und sich von der Angst vor Entscheidungen freimachen. Denn dieses kann uns stark belasten. Jeder sollte sich gelegentlich ins Bewusstsein rufen, dass es im Leben einfach keine hundertprozentigen Sicherheiten gibt und nicht immer alles wie geplant ablaufen kann. Insofern sollte man sich auf Veränderungen einstellen und sie zulassen.


„Loslassen“ ist erlernbar

Das Loslassen kann man erlernen, es gilt als geheime Kraft des Menschens. Allerdings ist es ein Prozess und erfordert neue Denkweisen, Übung, Geduld sowie insbesondere stetige Anpassungsfähigkeit.

Man muss nämlich akzeptieren, auch wenn man es nicht gutheißt, dass die Realität oft anders ist und nicht immer den eigenen Wunschvorstellungen entspricht. Loslassen meint aber NICHT aufgeben. Loszulassen bedeutet, eingetretene Ereignisse gedanklich zu AKZEPTIEREN und nach zukünftigen Lösungen zu suchen, um sich durch das Treffen eigener Entscheidungen aus der emotional belastenden Situation zu befreien. Das Einnehmen dieser Perspektive, welche die Aufmerksamkeit von der emotionalen Belastung weg und hin zu Neuem richtet, löst positive Gefühle aus und kann helfen, die negativen Gedanken zu verdrängen. Und so wird Loslassen zu einem Gewinn.

Nicht festhalten sondern Loslassen und weitergehen zu neuem Glück!


Alles hat seine Zeit! (Johann Wolfgang von Goethe)

Zur Entspannung und zum Loslassen haben wir noch ein Podcast für Sie. Eine Fantasiereise „Ballonstart“, gesprochen von der Gesundheitsreferentin der Heiligenfeld Kliniken Corinna Schumm.

https://soundcloud.com/heiligenfeld/heiligenfeld-podcast-fantasiereise-ballonstart

 

Literaturtipp:
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Angst und Sorgen loslassen, Ehrgeiz loslassen, Ziele loslassen, Gewohnheiten loslassen, den früheren Partner loslassen, Einsamkeit loslassen, auch Besitz und Abhängigkeiten loslassen, sogar Träume, Schuld und Sicherheit und Entwicklung zulassen: Wenn es Zeit wird, Blockierendes zu überwinden, helfen Stefan Hammels Geschichten zum Loslassen.
Therapeutisch fundiert, freundlich, oft augenzwinkernd und mit feinem Humor zeigt er, wie es uns gut gelingen kann, Altes gehen und Neues ins Leben zu lassen.

Dieses Buch finden Sie auch im Buchshop Heiligenfeld.

1 Kommentar


  1. Loslassen zu können bedeutet für mich, mit klarem, unverstellten Blick die Realität anzuschauen, mich freizumachen von den Projektionen meiner Wünsche. Zahlreiche Wege habe ich frohgemut begonnen, die sich nach einer gewissen Zeit als falsche/nicht passende erwiesen, da sie mich von meinem eigentlichen Sein entfernten, Kopfgeburten waren. Nach einer solchen Erkenntnis galt es, diese zu verlassen, um nicht die Lebensfreude und Zuversicht zu verlieren. Festzuhalten hätte bedeutet, das Schicksal zu ignorieren, das Leid herbeizurufen und Vorgegebenes, das immer wieder nach Erfüllung strebt, zu ignorieren. Vertrauen in das Leben zu haben, ist das, was zählt. Mir hilft dabei mein Glaube an Gott/das Göttliche. Mutig (manchmal auch etwas ängstlich in der Kraft des Mutes) das Leben mit all seinen Aufgaben, Herausforderungen und Verantwortungen zu leben, hat mir die Erkenntnis geschenkt, auf diesem manchmal schweren Erden-Weg getragen zu werden.
    Das Loslassen-Können erlernen wir am besten in der Begegnung mit Kindern und jungen Menschen oder sehr guten Freunden, die den Mut haben, uns immer wieder in Frage zu stellen, auf uns selbst zurückzuwerfen, uns zu konfrontieren mit unseren (nicht selten verkrusteten) Denk- und Handlungsmustern.
    Es gilt voranzugehen, nicht stehenzubleiben, da im Stillstand die Bequemlichkeit der Erstarrung droht. Immer Lebendigkeit in mir zu spüren macht mich glücklich.
    DANKE für diesen wohltuenden Podcast mit all seinen wunderbaren Bildern und das Photo, das soviel Leichtigkeit assoziiert im Sich-Loslösen.
    „Das GEHEIMNIS des Könnens liegt im Wollen“ – Guiseppe Mazzini

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