Neues Therapiemodul Beziehung und Kommunikation

Therapiesitzung Beziehung und KommunikationIm Jahr 2012 wurde in den Heiligenfeld Kliniken ein neues Gruppenangebot  für alle Patienten eingeführt. Im Therapiemodul Beziehung und Kommunikation  setzen sich die Beteiligten von Anfang bis Ende ihrer Therapiezeit mit den Grundlagen einer guten Dialogkultur und verschiedenen Ebenen der menschlichen Beziehungen auseinander.

Das tiefste Wesen unseres Menschseins ist Beziehung. Wir können gar nicht anders als uns aufeinander zu beziehen.

In dieser Gruppe werden wichtige Werkzeuge vermittelt, damit sich Beziehungen im Alltag konstruktiv, sinnhaft und positiv entwickeln können.

Zunächst geht es darum, Kommunikation (verbale, nonverbale) anhand von bestimmten Strukturen (Councelling, Dyade) einzuüben. Das Erlernen von einer Art des Zuhörens, die nicht wertend ist, sondern vom Platz des Herzens aus geschieht. Und eine Art des Sprechens zu lernen, die sich auf das Wesentliche fokussiert, klar, deutlich und respektvoll ist. Ein wesentlicher Aspekt liegt auf der inneren Haltung, wenn wir mit dem DU in Beziehung treten. Dabei ist es wichtig zu unterscheiden zwischen Bewertung und Beobachtung. In der Regel bewerten wir sofort, anstatt zunächst zu beobachten, was geschieht. Hierzu werden verschiedene Übungen gemacht. Dabei geht es auch darum, Bedürfnisse und Gefühle zu formulieren, Wünsche und Bitten zu äußern. Ein konstruktiver, „gewaltfreier“  Umgang mit Konflikten gehört ebenso zum Lernfeld der gelingenden Kommunikation.

Es geht darum, neue Kommunikationsmuster kennenzulernen, einzuüben und heilsame Erfahrungen in der Begegnung mit anderen zu machen. Bisher wird diese Therapiegruppe von den Patienten sehr gut angenommen, worüber wir uns sehr freuen.

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Grazyna Bzik

Grazyna Bzik

Grazyna Bzik ist Diplom-Sozialpädagogin und in den Heiligenfeld Kliniken die Ansprechpartnerin für ehemalige Patienten. Sie betreut das Internetportal für ehemalige Patienten auf der Heiligenfelder Webseite und ist für den Newsletter für ehemalige Patienten verantwortlich. Mehr über die Autoren erfahren Sie auch im Menüpunkt "Über den Blog und seine Autoren".

2 Kommentare


  1. Richtig, das Reden alleine reicht nicht aus. Wesentlicher ist das Verstehen – des Gegenübers und dessen, was ich dem Gegenüber mit teilen will. Die meisten Unstimmigkeiten beruhen noch immer auf Miss Verständnis.

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    1. Kathrin Schmitt

      Lieber Herr Mayer,
      ja, Sie haben Recht. Im Verstehen, vor allem auch verstehen zu wollen und die Perspektive zu wechseln liegt meistens die Kunst der Kommunikation.
      Vielen Dank für Ihre Beteiligung in unserem Blog!
      Herzliche Grüße
      Kathrin Schmitt

      Antworten

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