Schwere Zeiten für Allergiker

Fangen die Bäume, Pflanzen und Kräuter erst einmal an zu blühen, ist die Luft wieder voll mit Blütenpollen. Wer an Heuschnupfen leidet, weiß wie stark das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit durch herumfliegende Pollen beeinträchtigt sein können.

Der Heuschnupfen, wie er umgangssprachlich bezeichnet wird, ist eine Pollenallergie, die durch Blütenpollen ausgelöst wird, die blühende Pflanzen, Gräser oder Bäume freisetzen. Es handelt sich nicht um einen herkömmlichen Schnupfen, den man sich durch einen Infekt zugezogen hat, sondern um eine Allergie. Die Pollen dringen tief in die Atemwege ein und führen zu einer Überreaktion des Immunsystems. Der Körper behandelt die Pollen wie gefährliche Stoffe und bildet nach einmaligem oder mehrfachem Kontakt Abwehrstoffe. Betroffene leiden dann an Symptomen wie heftigen Niesanfällen, Fließschnupfen, verstopften Atemwegen oder haben gerötete Augen, die ständig jucken und brennen.
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Was löst die Allergie aus?
Allergieauslöser sind Eiweiße, die sich im Inneren des Pollenkerns befinden. Wodurch diese Abwehrhaltung ausgelöst wird, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Zum einen spielt die genetische Vorbelastung eine große Rolle. Neben den Genen gelten vor allem Zivilisationsfolgen, wie Reizüberflutung, übertriebene Reinlichkeit, denaturierte Nahrung und die zunehmende Umweltverschmutzung als Auslöser. In den letzten Jahrzehnten haben in den Industrienationen die Allergien besonders stark zugenommen.
Was sind Allergene?
Allergene sind die Stoffe, die die Allergie auslösen. Bei Heuschnupfen sind die Allergene also die Blütenpollen.

Wann tritt der Heuschnupfen auf?
In den Wintermonaten von November bis Dezember können die meisten wieder durchatmen, denn dies ist die pollenfreie Zeit des Jahres. Je nachdem auf welche Pflanzen Sie allergisch reagieren und wann diese blühen, treten die Beschwerden auf. Dies kann sich über viele Monate im Jahr ziehen.

Welche Pflanzen lösen Allergien aus?
Grundsätzlich können alle Pflanzen Allergien auslösen. Als Hauptauslöser gelten heimische Bäume wie die Erle, Haselnuss, Birke, Buche und Eiche. Bei Gräsern und Getreide sind Roggen und Wiesengräser die Spitzenreiter. Aber auch auf Kräuter wie Wegerich, Brennnessel und Beifuß reagieren viele allergisch.

Wann blühen welche Pflanzen?
Infos zum aktuellen Pollenflug sind im Internet unter der regionalen Wettervorhersage oder in Ihrer Tageszeitung erhältlich. Die ungefähre Blütezeit kann von Jahr zu Jahr und regional abweichen, weshalb eine Beobachtung des Pollenflugs für alle Heuschnupfen-Patienten von Experten empfohlen wird.

 

Was können Betroffene dagegen tun?

  • Planen Sie Ihren Urlaub am Meer oder im Hochgebirge.
  • Informieren Sie sich über den aktuellen Pollenflug.
  • Lassen Sie sich im Auto einen Pollenfilter einbauen.
  • Im Schlafzimmer sind Pollenschutzgitter eine Möglichkeit, Pollen fernzuhalten.
  • Lüften Sie die Wohnung am Morgen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie die Fenster nachts schließen.
  • Waschen Sie Ihre Haare vor dem Schlafengehen – Die Pollen haften besonders gut an Kleidung und Haaren.
  • Vermeiden Sie ausgedehnte Spaziergänge durch Felder und Wiesen.
  • Meiden Sie Zigarettenrauch, dieser begünstigt allergische und asthmatische Reaktionen.

HINWEIS:

Einen Pollenflugkalender finden Sie z. B. im Internet unter www.pollenflug.de

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Kathrin Schmitt

Kathrin Schmitt

Kathrin Schmitt ist Kommunikationsmanagerin und seit 2009 bei den Heiligenfeld Kliniken unter anderem für den HeiligenfeldBLOG verantwortlich. Schreiben gehört zu ihren größten Leidenschaften.

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