Wer bin ich? – auf dem Weg zur eigenen Identität

Wer war ich, wer bin ich, wer will ich sein?

Diese Fragen begleiten uns Menschen durch unser gesamtes Leben. Die Einen können sie sofort beantworten, andere schwer, oder gar nicht. Wer mit der Beantwortung Probleme hat, könnte inmitten einer Identitätskrise stecken.

Entstehung der eigenen Identität

„Eine Identität hat man nicht von Geburt an, es ist vielmehr der Reichtum an Erfahrungen“, meint Erwin Schmitt, Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld. Erheblich beeinflusst wird sie vom Umfeld, in dem man sich in den ersten Jahrzehnten befindet. Die Familie, Freunde und die Umwelt haben einen entscheidenden Einfluss auf die eigene Identität.

Was können Auslöser einer Identitätskrise sein?

Identitätskrisen können auftreten, wenn Veränderungen im Leben stattfinden. Frauen nehmen oft eine umsorgende, behütende und zurücknehmende Stellung ein. Sie kümmern sich um die eigenen Kinder, um die Enkelkinder oder um ihre pflegebedürftigen Eltern oder Schwiegereltern. Die eigenen Bedürfnisse werden immer mehr zurückgesteckt, am Ende sind sie oft nur noch für die Familie da. Verlassen die Kinder jedoch irgendwann das Elternhaus, oder die Pflege der Eltern ist nicht mehr notwendig entsteht eine plötzliche Leere. Ein Teil der Identität, nämlich das Kümmern um Andere, bricht weg.

Welche Anzeichen gibt es?

Ein erstes Anzeichen für eine Identitätskrise kann ein verändertes Verhalten sein, das von Antriebslosigkeit und Resignation geprägt ist. Lässt sich dieses Loch, das Betroffene verspüren können, dauerhaft nicht füllen, können somatische Beschwerden hinzu kommen. Kopf- oder Magenschmerzen, Magen-Darm- oder Wirbelsäulenbeschwerden, die nicht auf körperliche Krankheiten zurückzuführen sind, können eine Folge sein. „Oft dauert es lange, bis sich Betroffene eingestehen, dass die Beschwerden nicht auf körperliche Krankheiten zurückzuführen sind, sondern mit der Seele zu tun haben“, erklärt Erwin Schmitt. Der Beginn eines oft langen Leidenswegs. Viele leiden an Depressionen, Sexualstörungen oder füllen Ihre Lehre mit Alkohol, Drogen oder Glücksspielen.

Wie sieht der Weg aus einer Identitätskrise aus?

„Es geht darum das Vakuum wieder zu füllen“, sagt Erwin Schmitt. „Die Frauen müssen ihre Situation reflektieren, sich damit auseinandersetzen und natürlich loslassen, um sich etwas Neues aufzubauen. Sonst werden sie traurig und depressiv, weil sie das Gefühl haben nicht mehr gebraucht zu werden“, erzählt der Chefarzt. Ehrenamtliches Engagement, der Wiedereinstieg ins Berufsleben, vernachlässigte Hobbys oder – sofern es der Geldbeutel zulässt – Reisen sind Möglichkeiten dem eigenen Leben wieder einen Sinn zu geben. Eine Beratungsstelle kann Frauen dabei Impulse geben. Doch manchmal ist ein Ausweg ohne therapeutische Hilfe nicht möglich.

Welche Angebote gibt es speziell in Heiligenfeld?

In den Heiligenfeld Kliniken wird der ganze Bereich an psychosomatischer und psychischer Störungen behandelt. Es gibt eine Vielzahl kreativtherapeutischer Angebote, wie zum Beispiel die Tanztherapie, die Heilkraft der Stimme oder die Aggressionsgruppe, die besucht werden können. Patienten gründen Patientengruppen und können sich dort ausprobieren oder sie übernehmen Ämter, wie zum Beispiel das Amt des Patientensprechers. „Patienten werden bei uns von Anfang an dabei unterstützt ihre Therapieziele selbst zu benennen“, so Erwin Schmitt. „So haben sie ein eigenes Ziel, auf das sie hinarbeiten können.“ Das Besondere in Heiligenfeld ist, dass Körper, Geist, Seele und die spirituelle Seite ganzheitlich betrachtet werden.

 

 

Ihnen gefällt dieser Beitrag? Dann freuen wir uns über eine Empfehlung in Ihr soziales Netzwerk!

The following two tabs change content below.
Kathrin Schmitt

Kathrin Schmitt

Kathrin Schmitt ist Kommunikationsmanagerin und seit 2009 bei den Heiligenfeld Kliniken unter anderem für den HeiligenfeldBLOG verantwortlich. Schreiben gehört zu ihren größten Leidenschaften.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.